Du möchtest wissen, welche Produkte bei deinen Kund:innen morgen gefragt sind? Eine Kristallkugel wäre praktisch, aber es gibt auch eine Alternative aus dem echten Leben: Google Trends. Google-Suchanfragen können dir wertvolle Hinweise darauf geben, wonach Menschen heute suchen und was sie in Zukunft kaufen möchten.
Wie aussagekräftig solche Daten sein können, zeigt eine englischsprachige Studie aus dem Jahr 2025. Sie untersucht die Google-Suchanfragen zu knapp 200 börsennotierten US-Einzelhandelsunternehmen zwischen 2004 und 2019. Ihr Ergebnis: Suchtrends können Hinweise auf die Umsatzentwicklung liefern, teilweise bis zu neun Monate im Voraus.
Aber was bedeutet das für dein eigenes Business? Ganz einfach: Mit dem kostenlosen Tool Google Trends kannst du frühzeitig erkennen, welche Produkte an Beliebtheit gewinnen, wie sich die Nachfrage entwickelt und welche Trends für dein Sortiment interessant sein könnten.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du mit Google Trends Produkte mit Verkaufspotenzial findest, Suchdaten richtig interpretierst und typische Fehler vermeidest. Außerdem lernst du 5 Produkte kennen, die aktuell im Trend liegen, und siehst, wie sich ihre Popularität über die Zeit verändert hat. Außerdem lernst du, wie du die Erkenntnisse für deinen Onlineshop oder dein Ladengeschäft nutzen kannst.
Was ist Google Trends?
Google Trends ist ein kostenloses Tool von Google, mit dem du herausfinden kannst, wonach Menschen suchen, wie sich das Interesse an bestimmten Suchbegriffen im Laufe der Zeit entwickelt und in welchen Regionen diese besonders beliebt sind. Dafür wertet Google Suchanfragen aus und macht aktuelle Entwicklungen und langfristige Trends sichtbar.
Statt exakter Suchzahlen zeigt Google Trends das relative Suchinteresse auf einer Skala von 0 bis 100. So kannst du verschiedene Themen, Produkte oder Keywords miteinander vergleichen und erkennen, welche Suchbegriffe an Beliebtheit gewinnen oder verlieren.
Für Händler:innen bietet das Tool damit wertvolle Einblicke in aktuelle und aufkommende Kaufinteressen. Du kannst etwa neue Produktideen entdecken, saisonale Nachfragemuster erkennen und besser einschätzen, welche Produkte für dein Sortiment interessant sein könnten.
Wie du mit Google Trends Produkte findest
Google Trends ermöglicht es dir, trendige Produkte zu entdecken und zu verstehen, welche Produkte weltweit an Aufmerksamkeit gewinnen, unabhängig von Region oder Sprache. Solche Einblicke sind entscheidend, wenn du auf Google Trends Produkte mit hohem Verkaufspotenzial finden möchtest, um dein Geschäft zu starten oder auszubauen.
Dabei hilft dir Google Trends, verschiedene Fragen zu beantworten:
- Wie gefragt ist ein Produkt? Prüfe, ob Menschen bereits nach deiner Produktidee suchen und wie sich das Interesse daran entwickelt. So kannst du erste Hinweise auf mögliche Nachfrage erkennen.
- Welche Produkte sind saisonal beliebt? Ob Sonnenschutz im Sommer oder Spielzeug zu Weihnachten, Google Trends zeigt dir wiederkehrende Nachfragemuster. Mit Saisonprognosen kannst du dein Sortiment und deine Lagerbestände vorausschauender planen.
- Welche Begriffe verwendet deine Zielgruppe? Vergleiche zum Beispiel, ob Menschen häufiger nach „Turnschuhen” oder „Sneakern” suchen. Mithilfe von Voice-of-Customer-Analysen findest du passende Keywords für deine Produktbeschreibungen, Anzeigen und SEO.
- Wo ist das Interesse besonders groß? Regionale Suchdaten zeigen dir, wo bestimmte Produkte besonders gefragt sein könnten. Diese Informationen helfen dir, Marketingmaßnahmen gezielter auszurichten und mögliche Absatzmärkte zu erkunden.
Google Trends Produkte: 5 Artikel, die du 2027 online verkaufen kannst
Was sind die Trendprodukte, die du verkaufen kannst? Diese acht Artikel zeigen vielversprechendes Suchvolumen für 2027:
1. Brotdosen
Brotdosen sind ein gutes Beispiel für Produkte mit saisonaler Nachfrage. Google Trends zeigt, dass das Suchinteresse in Deutschland regelmäßig zum Schulanfang stark ansteigt. Gleichzeitig ist über die vergangenen Jahre ein deutlicher langfristiger Aufwärtstrend zu erkennen.
Für deinen Onlineshop bedeutet das: Du kannst solche wiederkehrenden Muster nutzen, um dein Sortiment, deine Lagerbestände und deine Marketingaktionen rechtzeitig auf die besonders gefragten Monate vorzubereiten.
Im Bereich „Ähnliche Suchanfragen“ kannst du außerdem nach spezifischen Produktnischen suchen, beispielsweise:
- Thermo-Lunchboxen
- Edelstahl-Brotdosen
2. Athleisure
Athleisure kombiniert die englischen Begriffe „athletic“ und „leisure“ und beschreibt einen Modestil, bei dem bequeme Sportkleidung auch im Alltag getragen wird. Google Trends zeigt, dass das Interesse an „Athleisure“ in Deutschland ab etwa 2016 deutlich zugenommen hat. Nach einigen Jahren mit schwankendem Suchinteresse ist seit 2025 erneut ein starker Anstieg zu erkennen.
Athleisure ist allerdings kein einzelnes Produkt, sondern eine übergeordnete Kategorie. Wenn du diesen Trend für deinen Onlineshop nutzen möchtest, solltest du deshalb genauer untersuchen, welche konkreten Produkte gefragt sind. Dazu gehören unter anderem:
- Sportkleidung
- Sneaker
- Jogginghosen
- Athleisure-Bürokleidung
Gib diese Begriffe einzeln in Google Trends ein oder vergleiche sie direkt miteinander. So kannst du herausfinden, welche Produkte besonders viel Aufmerksamkeit erhalten und ob sich das Interesse ähnlich entwickelt wie beim allgemeinen Athleisure-Trend.
3. Zimmerpflanzen
Wie wichtig der gewählte Zeitraum bei Google Trends ist, zeigt das Beispiel „Zimmerpflanzen“. Betrachtest du die Entwicklung seit 2004, ging das Suchinteresse in Deutschland zunächst zurück. Ab etwa 2017 nahm es jedoch deutlich zu und erreichte zwischen 2020 und 2022 besonders hohe Werte.
In den vergangenen Jahren hat sich das Interesse auf einem vergleichsweise hohen Niveau eingependelt, zeigt aber weiterhin deutliche Schwankungen.
Wenn du Zimmerpflanzen verkaufen möchtest, lohnt es sich deshalb, auch kürzere Zeiträume zu untersuchen. So kannst du wiederkehrende saisonale Muster besser erkennen und deine Lagerbestände entsprechend planen. Vergleiche die Suchdaten außerdem mit deinen Verkaufszahlen, um einzuschätzen, wann die Nachfrage tatsächlich besonders hoch ist.
4. Anti-Schnarch-Produkte
Auch Anti-Schnarch-Produkte sind zunächst eine übergeordnete Kategorie. Wenn du herausfinden möchtest, welche Produkte besonders gefragt sind, kannst du mit Google Trends verschiedene Suchbegriffe direkt miteinander vergleichen.
Dafür bieten sich zum Beispiel folgende Produkte an:
- Schnarchschienen
- Schnarchkissen
- Schnarchpflaster
Ein Vergleich der drei Begriffe über die vergangenen fünf Jahre zeigt deutliche Unterschiede: In Deutschland wird nach „Schnarchschiene“ wesentlich häufiger gesucht als nach „Schnarchkissen“ oder „Schnarchpflaster“. Das Suchinteresse an Schnarchschienen schwankt zwar deutlich, bleibt aber über weite Strecken vergleichsweise hoch. Die beiden anderen Begriffe werden dagegen nur vereinzelt gesucht.
Solche Vergleiche helfen dir, innerhalb einer Produktkategorie interessante Schwerpunkte zu erkennen. Bevor du dich für ein Produkt entscheidest, solltest du allerdings auch prüfen, ob die Suchanfragen tatsächlich auf Kaufinteresse hindeuten und welche Anforderungen an die Produktsicherheit und gesundheitsbezogene Werbeaussagen gelten.
5. Seidenhauben
Seidenhauben, auch als Bonnets bekannt, haben in den vergangenen Jahren deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen. Besonders durch Social Media wie TikTok sind sie als Teil der Haarpflegeroutine beliebter geworden, da sie helfen können, Reibung und Frizz beim Schlafen zu reduzieren.
Google Trends zeigt, dass das Suchinteresse an „Seidenhaube“ in Deutschland seit 2022 zunächst gestiegen ist und Anfang 2025 einen deutlichen Höhepunkt erreicht hat. Seitdem ist das Interesse wieder zurückgegangen, liegt aber weiterhin über dem Niveau der ersten Jahre.
Wenn du Seidenhauben verkaufen möchtest, lohnt es sich deshalb, die weitere Entwicklung zu beobachten. Über verwandte Suchanfragen kannst du außerdem herausfinden, welche Begriffe und Produktvarianten für deine Zielgruppe interessant sind, beispielsweise:
- Seiden-Bonnet
- Schlafhaube aus Seide
So kannst du prüfen, ob sich aus dem ursprünglichen Trend eine langfristig interessante Produktnische entwickelt.
In diesem Video (auf Englisch) findest du weitere Trendprodukte:
Wie du Google Trends zur Produktsuche nutzt
Du hast eine erste Produktidee im Kopf oder möchtest herausfinden, was gerade besonders gefragt ist? Dann kannst du direkt loslegen. Google Trends ist kostenlos und du brauchst weder besondere Vorkenntnisse noch Erfahrung mit Datenanalysen. Schon mit wenigen Klicks bekommst du einen ersten Eindruck davon, welche Produkte Menschen interessieren und wie sich dieses Interesse entwickelt.
Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du Google Trends für deine Produktsuche nutzt und worauf du bei der Auswertung achten solltest.
1. Starte mit einer allgemeinen Suche und entdecke neue Trends
Du weißt noch gar nicht genau, welches Produkt du verkaufen möchtest? Kein Problem. Auf der Google Trends-Startseite findest du unter „Aktuelle Trends“ einen Überblick über Suchanfragen, die gerade besonders stark an Aufmerksamkeit gewinnen.
Wähle zunächst Deutschland als Region aus und sieh dir an, welche Themen aktuell im Trend liegen. Nicht jede beliebte Suchanfrage eignet sich als Produktidee. Aber vielleicht entdeckst du ein neues Hobby, einen Lifestyle-Trend oder ein bestimmtes Bedürfnis, zu dem du passende Produkte anbieten könntest.
Wenn du bereits eine grobe Richtung im Kopf hast, geht es im Bereich „Entdecken“ weiter. Angenommen, du möchtest Hautpflegeprodukte verkaufen. Dann könntest du mit einer allgemeinen Suche nach „Feuchtigkeitscreme“ beginnen.
Damit du aussagekräftige Ergebnisse erhältst, solltest du zunächst ein paar Einstellungen vornehmen:
- Region: Wähle Deutschland oder das Land aus, in dem du deine Produkte verkaufen möchtest. So kannst du das Suchinteresse in deinem Zielmarkt analysieren.
- Zeitraum: Starte mit den vergangenen zwölf Monaten. Das gibt dir einen ersten Überblick über die Entwicklung und mögliche saisonale Schwankungen.
- Kategorie: Bei mehrdeutigen Suchbegriffen kannst du die Ergebnisse auf eine passende Kategorie eingrenzen.
- Suchtyp: Wechsle von „Websuche” zu „Google Shopping”. Damit konzentrierst du dich auf Suchanfragen innerhalb der Google-Produktsuche.
Jetzt siehst du ein Diagramm, das zeigt, wie sich das Suchinteresse im gewählten Zeitraum entwickelt hat. Geht die Kurve nach oben, interessieren sich im Verhältnis zunehmend Menschen für deinen Suchbegriff. Bleibt sie relativ konstant, könnte das auf eine stabile Nachfrage hindeuten.

Gut zu wissen: Google Trends zeigt keine absoluten Suchzahlen. Stattdessen stellt das Tool das relative Suchinteresse auf einer Skala von 0 bis 100 dar. Ein Wert von 100 steht für den höchsten Wert innerhalb deiner ausgewählten Daten, nicht für 100 Suchanfragen.
Suchtrends mit Google Gemini
Google Trends bietet inzwischen auch eine KI-unterstützte Suche mit Gemini. Statt alle Suchbegriffe selbst einzugeben, kannst du dir passende Begriffe und verwandte Themen vorschlagen lassen. Gemini vergleicht automatisch bis zu acht Suchbegriffe und liefert zusätzliche Ideen für deine Recherche.
Wichtig: Die neue Version hat eine überarbeitete Benutzeroberfläche. Deshalb können die Suchmaske und die Ergebnisse etwas anders aussehen als auf den hier gezeigten Screenshots. Diese zeigen die klassische Ansicht von Google Trends. Wenn du unserer Anleitung folgen möchtest, kannst du über „Weiter die klassische Seite ‚Entdecken‘ verwenden“ zur bisherigen Ansicht wechseln.
2. Finde spannende Produktnischen mit verwandten Themen und Suchanfragen
Du hast eine interessante Produktkategorie gefunden? Perfekt. Jetzt kannst du genauer hinschauen. Denn oft steckt das größte Potenzial nicht in der allgemeinen Kategorie, sondern in bestimmten Produkten, Eigenschaften oder Bedürfnissen.
Scrolle dazu unter dem Diagramm nach unten. Dort findest du die Bereiche „Verwandte Themen“ und „Ähnliche Suchanfragen“.
Was ist der Unterschied?
- Verwandte Themen zeigen dir, welche Marken, Produkte oder übergeordneten Themen Google mit deinem Suchbegriff verbindet.
- Ähnliche Suchanfragen verraten dir, welche konkreten Begriffe Menschen im Zusammenhang mit deinem Produkt suchen.
Bleib bei dem Beispiel „Feuchtigkeitscreme“. Unter den verwandten Themen könnten dir Marken wie CeraVe, dm oder Cetaphil begegnen. Bei den Suchanfragen findest du außerdem möglicherweise Hinweise auf bestimmte Hauttypen, Inhaltsstoffe oder Anwendungsbereiche.
Damit kannst du einiges anfangen:
- Neue Produkte entdecken: Welche Marken oder Produktvarianten interessieren deine Zielgruppe besonders? Vielleicht lohnt es sich, dein Sortiment entsprechend zu erweitern.
- Bedürfnisse besser verstehen: Suchen Menschen nach Feuchtigkeitscreme für trockene Haut, empfindliche Haut oder mit Lichtschutzfaktor? Solche Begriffe zeigen dir, welche Eigenschaften für deine Kund:innen wichtig sein könnten.
- Marketing gezielter gestalten: Nutze die Begriffe, nach denen deine Zielgruppe tatsächlich sucht, für deine Werbung, Produktbeschreibungen und SEO.
Besonders spannend ist die Einstellung „Zunehmend“. Damit siehst du, welche Themen und Suchanfragen gerade an Beliebtheit gewinnen. Taucht die Kennzeichnung „Ausreißer“ auf, ist das Suchinteresse gegenüber dem vorherigen Vergleichszeitraum außergewöhnlich stark gestiegen.
Das bedeutet zwar noch nicht, dass du das nächste Bestseller-Produkt gefunden hast. Aber es ist ein guter Anlass, eine Nische genauer unter die Lupe zu nehmen.
3. Prüfe, ob deine Produkte saisonal gefragt sind
Stell dir vor, du entdeckst ein Produkt, dessen Suchinteresse in den letzten drei Monaten stark gestiegen ist. Klingt vielversprechend, oder? Bevor du größere Mengen bestellst, lohnt sich allerdings ein Blick auf die vergangenen Jahre.
Vielleicht hast du nämlich keinen neuen Trend entdeckt, sondern ein Produkt, das jedes Jahr zur gleichen Zeit beliebter wird.
Bei Weihnachtsdekoration ist das ziemlich offensichtlich. Aber auch bei alltäglichen Produkten gibt es saisonale Schwankungen. So steigt etwa das Interesse an Sonnencreme in Deutschland typischerweise im Sommer.
Um solche Muster zu erkennen, kannst du in Google Trends ganz einfach deine Suche anpassen:
- Vergleiche mehrere Jahre: Stelle den Zeitraum auf drei oder fünf Jahre um. Wiederholen sich die Spitzen jedes Jahr in denselben Monaten? Dann spricht vieles für einen saisonalen Trend.
- Achte auf besondere Ereignisse: Feiertage, Wetterbedingungen oder andere Ereignisse können das Suchinteresse beeinflussen. Überlege, welche Faktoren bei deinem Produkt eine Rolle spielen könnten.
- Sieh dir die gesamte Produktkategorie an: Vergleiche dein Produkt mit einem allgemeineren Suchbegriff. So kannst du herausfinden, ob das Interesse nur an deinem Produkt oder an der gesamten Kategorie schwankt.
Warum ist das wichtig? Wenn du weißt, wann sich Menschen besonders für deine Produkte interessieren, kannst du dein Marketing rechtzeitig vorbereiten und deine Lagerbestände besser planen.
Außerdem erkennst du leichter, ob ein Produkt das ganze Jahr über gefragt ist oder sich eher für saisonale Aktionen eignet.
4. Vergleiche deine Produktideen miteinander
Inzwischen hast du vielleicht schon mehrere interessante Produkte gefunden. Aber welche Idee solltest du weiterverfolgen?
Genau dafür gibt es in Google Trends die Vergleichsfunktion. Mit ihr kannst du mehrere Produkte oder Suchbegriffe direkt gegenüberstellen und ihre Entwicklung auf einen Blick beurteilen.
So gehst du vor:
- Gib dein erstes Produkt oder Keyword in Google Trends ein.
- Klicke oben auf „Vergleich hinzufügen“.
- Ergänze weitere Produkte, Kategorien oder alternative Suchbegriffe.
- Achte darauf, dass Region, Zeitraum und Suchtyp für alle Begriffe gleich sind.
- Vergleiche die Kurven im Diagramm.
Angenommen, du überlegst, nachhaltige Trinkflaschen zu verkaufen. Dann könntest du beispielsweise die Begriffe „Edelstahl Trinkflasche“, „Glas Trinkflasche“ und „Isolierflasche“ vergleichen.
Achte bei deiner Auswertung auf folgende Fragen:
- Welches Produkt hat das größte Suchinteresse? So erkennst du, welche Begriffe im gewählten Zeitraum häufiger gesucht werden.
- Welche Entwicklung ist besonders vielversprechend? Vielleicht hat eine Produktvariante noch ein geringeres Suchinteresse, wächst dafür aber kontinuierlich.
- Welche Produkte sind langfristig gefragt? Eine relativ stabile Entwicklung kann für dein Kernsortiment interessant sein. Starke Schwankungen könnten dagegen auf saisonale Nachfrage oder einen kurzfristigen Hype hinweisen.
Diese Erkenntnisse helfen dir, deine Ressourcen gezielter einzusetzen. Zum Beispiel könntest du ein etabliertes Produkt dauerhaft anbieten und eine neue, schnell wachsende Variante zunächst in kleiner Stückzahl testen.
Wichtig: Die Vergleichsfunktion zeigt dir, wie sich das relative Suchinteresse der ausgewählten Begriffe zueinander verhält. Sie verrät dir nicht, wie viele Menschen tatsächlich kaufen oder wie groß die Konkurrenz ist. Eine steigende Kurve allein beweist deshalb noch keine Marktlücke.
5. Gleiche deine Erkenntnisse mit dem Feedback deiner Kund:innen ab
Google Trends kann dir zeigen, wonach Menschen suchen. Aber warum interessieren sie sich für ein bestimmtes Produkt? Welche Probleme möchten sie damit lösen? Und was ist ihnen beim Kauf besonders wichtig?
Um das herauszufinden, lohnt es sich, deine Recherche mit echtem Kundenfeedback zu verbinden.
Stell dir vor, du hast festgestellt, dass bestimmte Feuchtigkeitscremes zunehmend gesucht werden. Jetzt könntest du herausfinden, was sich potenzielle Kund:innen von solchen Produkten wünschen. Geht es ihnen um bestimmte Inhaltsstoffe, die Verträglichkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis?
Dafür hast du verschiedene Möglichkeiten:
- Sprich mit deiner Zielgruppe: Stelle in Umfragen oder persönlichen Gesprächen offene Fragen. Statt nur zu fragen, ob jemand ein Produkt kaufen würde, kannst du etwa herausfinden, welche Probleme bisherige Produkte nicht zufriedenstellend lösen.
- Lies Kundenbewertungen: Schau dir Bewertungen ähnlicher Produkte an. Was gefällt Käufer:innen besonders gut? Welche Kritikpunkte tauchen immer wieder auf?
- Vertiefe deine Keyword-Recherche: Mit Keyword-Recherche-Tools wie Semrush oder Ahrefs kannst du weitere Suchbegriffe und spezifische Long-Tail-Keywords untersuchen. So findest du möglicherweise zusätzliche Hinweise auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe.
Vergleiche diese Erkenntnisse anschließend mit deinen Google Trends-Daten. Wenn Menschen beispielsweise zunehmend nach einer bestimmten Produkteigenschaft suchen und Kund:innen gleichzeitig häufig entsprechende Wünsche äußern, ist das ein interessantes Signal.
So kommst du deiner Produktidee Schritt für Schritt näher. Statt dich allein auf eine steigende Suchkurve zu verlassen, verstehst du besser, was hinter dem Interesse steckt und welche Produkteigenschaften für deine Zielgruppe tatsächlich wichtig sind.
6. Prüfe, ob deine Produktidee wirklich Verkaufspotenzial hat
Du hast ein Produkt gefunden, das immer häufiger gesucht wird und gut zu deiner Zielgruppe passt? Das klingt vielversprechend! Bevor du jetzt allerdings größere Mengen bestellst oder viel Geld in die Produktentwicklung investierst, solltest du noch einen letzten Schritt machen: Prüfe, ob sich das Interesse auch in tatsächlichen Käufen widerspiegelt.
Denn Google Trends zeigt dir, wonach Menschen suchen. Ob sie ein Produkt wirklich kaufen möchten, wie viel sie dafür ausgeben würden und wie stark die Konkurrenz ist, erfährst du daraus nicht.
Ein guter Ausgangspunkt sind Marktplätze wie Amazon, Etsy oder eBay. Suche dort nach deinem Produkt und sieh dir an, welche Varianten angeboten werden, wie sie bewertet sind und zu welchen Preisen sie verkauft werden.
Angenommen, du interessierst dich für goldenen Schmuck. Auf Etsy kannst du beispielsweise nach goldenen Halsketten oder Ohrringen suchen und prüfen, welche Angebote besonders beliebt sind. Kennzeichnungen wie „Aktuell sehr beliebt“ können dir zusätzliche Hinweise darauf geben, welche Produkte gerade Aufmerksamkeit erhalten.
Verlasse dich dabei aber nicht nur auf einen einzelnen E-Commerce-Marktplatz. Je mehr unterschiedliche Quellen du berücksichtigst, desto besser kannst du einschätzen, ob deine Produktidee tatsächlich Potenzial hat.
Neben dem Vergleich von Angeboten, Preisen und Kundenbewertungen helfen dir folgende Ansätze:
- Beobachte Trends in sozialen Medien: Auf Plattformen wie TikTok oder Pinterest kannst du herausfinden, welche Produkte gerade Aufmerksamkeit erhalten und wie Menschen darüber sprechen. Achte beispielsweise darauf, ob Nutzer:innen konkrete Kaufabsichten äußern oder ein Produkt lediglich wegen eines viralen Trends interessant finden.
- Analysiere deine Konkurrenz: Wie viele andere Händler:innen bieten ähnliche Produkte an? Welche Preise verlangen sie und wodurch unterscheiden sich ihre Angebote? So erkennst du, wie stark der Wettbewerb ist und wo du dich möglicherweise mit besonderen Eigenschaften, einem besseren Service oder einer anderen Positionierung abheben kannst.
- Sprich mit deiner Zielgruppe: Nutze das Kundenfeedback aus dem vorherigen Schritt, um deine Einschätzung zu überprüfen. Besonders aufschlussreich ist, ob potenzielle Kund:innen bereits vergleichbare Produkte kaufen, welche Alternativen sie nutzen und was sie dafür ausgeben würden.
- Prüfe deine eigenen Verkaufs- und Bestandsdaten: Wenn du bereits einen Shop betreibst, kannst du untersuchen, ob ein steigendes Suchinteresse auch mit mehr Produktaufrufen, höheren Conversion Rates oder zusätzlichen Verkäufen einhergeht. Achte außerdem darauf, wie schnell sich deine Bestände verkaufen.
Hast du genügend Informationen gesammelt, solltest du auch die Wirtschaftlichkeit deiner Produktidee prüfen. Berücksichtige dabei neben dem möglichen Verkaufspreis die Kosten für Einkauf, Versand, Lagerung und Marketing. Denn selbst ein beliebtes Produkt lohnt sich langfristig nur, wenn du damit eine ausreichende Marge erzielen kannst.
Profi-Tipp: Du musst nicht sofort große Mengen einkaufen, um eine Produktidee zu testen. Starte beispielsweise mit einem kleinen Sortiment oder einer begrenzten Testkampagne. So kannst du herausfinden, wie deine Zielgruppe auf das Angebot reagiert, bevor du größere Investitionen tätigst.
Worauf du bei Google Trends achten solltest
Du hast erste Produktideen entdeckt und interessante Suchtrends gefunden. Aber was sagen dir die Daten eigentlich? Und woran erkennst du, ob sich hinter einer steigenden Suchkurve tatsächlich eine vielversprechende Geschäftsidee verbirgt?
Wenn du deine Ergebnisse richtig einordnen möchtest, solltest du auf sechs Dinge besonders achten.
Beobachte Suchtrends über die Zeit
Ein steigendes Suchinteresse kann ein erstes Zeichen dafür sein, dass ein Produkt beliebter wird. Wenn beispielsweise immer mehr Menschen nach „umweltfreundlichen Wasserflaschen“ suchen, könnte das auf ein wachsendes Interesse an nachhaltigeren Alternativen hindeuten.
Ob sich daraus eine gute Verkaufschance ergibt, hängt allerdings davon ab, wie sich das Interesse langfristig entwickelt. Eine einzelne Suchspitze sagt schließlich noch wenig darüber aus, ob ein Produkt dauerhaft gefragt sein wird.
So kannst du die Entwicklung besser einschätzen:
- Beginne mit allgemeinen Begriffen: Suche zunächst nach einer breiten Produktkategorie wie „Wasserflaschen“. Anschließend kannst du deine Recherche auf „umweltfreundliche Wasserflaschen“ eingrenzen. So erkennst du, wie sich das Interesse an der Nische im Verhältnis zum allgemeinen Markt entwickelt.
- Überprüfe verwandte Anfragen: Sieh dir an, welche weiteren Begriffe Menschen im Zusammenhang mit deinem Produkt suchen. Vielleicht entdeckst du bestimmte Materialien, Eigenschaften oder Produktvarianten, die zunehmend Aufmerksamkeit erhalten.
- Ändere den Zeitraum: Vergleiche die vergangenen Monate mit der Entwicklung über mehrere Jahre. So kannst du besser unterscheiden, ob du einen kurzfristigen Hype, einen saisonalen Anstieg oder einen langfristigen Trend beobachtest.
Achte dabei auch auf rückläufige Entwicklungen. Ein bekanntes Beispiel sind Fidget Spinner, die 2017 einen regelrechten Hype erlebten. Danach ließ das Interesse deutlich nach.
Wenn du einen ähnlichen Rückgang bei deinen Produkten bemerkst, lohnt es sich, die Ursachen genauer zu untersuchen. Vielleicht solltest du deine Marketingstrategie anpassen oder deine Lagerbestände reduzieren, bevor die Nachfrage weiter sinkt.
Vergleiche spezifische Suchbegriffe
Ob Produktbeschreibung, Anzeige oder Blogbeitrag: Deine Botschaft erreicht potenzielle Kund:innen leichter, wenn du die Begriffe verwendest, nach denen sie tatsächlich suchen. Google Trends kann dir helfen, deine Produktkommunikation zu optimieren, egal ob du Outbound- oder Inbound-Marketing-Techniken verwendest. Vergleiche verschiedene Phrasen und Keywords innerhalb des Tools für zusätzlichen Kontext. Das ist besonders praktisch, wenn mehrere Bezeichnungen für dasselbe Produkt oder dieselbe Dienstleistung gebräuchlich sind.
Angenommen, du bietest Finanzberatung an. Dann könntest du untersuchen, wie häufig Menschen nach „Finanzberater“, „Finanzplaner“ oder „Finanzhilfe“ suchen. Vergleiche die Begriffe in Google Trends und prüfe, welche Formulierung in deinem Zielmarkt besonders verbreitet ist.
Im bisherigen Vergleich liegt „Finanzberater“ vor den beiden anderen Begriffen. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass sich diese Bezeichnung besser für deine Kommunikation eignet. Ob das auch für deine konkrete Zielgruppe gilt, solltest du allerdings genauer prüfen.
Um die Sprache deiner Kund:innen noch besser kennenzulernen, kannst du zusätzlich Folgendes ausprobieren:
- Keyword-Variationen vergleichen: Untersuche zum Beispiel, ob Menschen häufiger nach „nachhaltiger Mode“ oder „umweltfreundlicher Kleidung“ suchen. So findest du heraus, welche Begriffe für deine Produktbeschreibungen und SEO interessant sind.
- Regionale Unterschiede berücksichtigen: Nicht überall verwenden Menschen dieselben Bezeichnungen. Mit dem Standortfilter kannst du prüfen, welche Begriffe in bestimmten Ländern oder Regionen besonders verbreitet sind.
- Aktuelle Suchtrends beobachten: Im Bereich „Aktuelle Trends“ entdeckst du möglicherweise neue Themen oder Begriffe, die für deine Zielgruppe relevant werden. Das kann dir zusätzliche Ideen für Inhalte und Kampagnen liefern.
Achte aber nicht nur darauf, welcher Begriff die meisten Suchanfragen erhält. Wichtig ist auch, dass er zu deinem Angebot und zur Suchabsicht deiner Kund:innen passt.
Bewerte Suchanfragen nach Standort
Nicht jedes Produkt ist überall gleich beliebt. Deshalb lohnt es sich, bei deiner Recherche auch einen Blick auf die regionalen Unterschiede zu werfen. So kannst du etwa herausfinden, wo bestimmte Produkte besonders viel Aufmerksamkeit erhalten, und deine Marketingmaßnahmen gezielter planen.
Google Trends zeigt dir dafür eine Karte mit unterschiedlich stark eingefärbten Regionen. Je dunkler ein Bereich dargestellt wird, desto höher ist dort das relative Suchinteresse. Je nach Suchbegriff und verfügbaren Daten kannst du dir außerdem Ergebnisse für einzelne Bundesländer oder Städte ansehen.
So nutzt du die regionalen Daten:
- Vergleiche verschiedene Regionen: Sieh dir an, in welchen Bundesländern oder anderen Teilregionen dein Produkt besonders beliebt ist. Das kann dir helfen, mögliche Zielmärkte zu identifizieren und regionale Kampagnen zu planen.
- Untersuche einzelne Städte: Wenn genügend Daten vorliegen, kannst du das Suchinteresse auch auf Stadtebene betrachten. Das ist beispielsweise interessant, wenn du lokale Werbung schalten oder ein Ladengeschäft eröffnen möchtest.
- Beziehe demografische Informationen ein: Google Trends liefert dir keine direkten Angaben zu Alter, Einkommen oder anderen demografischen Merkmalen. Du kannst die regionalen Ergebnisse aber mit zusätzlichen Marktdaten kombinieren, um deine Zielgruppe besser einzuschätzen.
Stell dir etwa vor, du verkaufst Kaffee und möchtest ein weiteres Geschäft eröffnen. Mit Google Trends kannst du untersuchen, in welchen Regionen Deutschlands besonders häufig nach „Kaffee“ gesucht wird.
Im dargestellten Vergleich liegen das Saarland und Baden-Württemberg vorne. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass du dort die meisten potenziellen Kund:innen findest.

Wichtig: Google Trends bewertet das Suchinteresse relativ zum gesamten Suchaufkommen einer Region. Ein hoher Wert steht deshalb nicht zwangsläufig für besonders viele Suchanfragen oder eine größere absolute Nachfrage.
Für deine Standortentscheidung solltest du zusätzlich Faktoren wie Bevölkerungszahl, Kaufkraft, Wettbewerb und lokale Nachfrage berücksichtigen. So kannst du besser einschätzen, ob eine Region tatsächlich zu deinem Geschäft passt.
Suche nach einkaufsbezogenen Begriffen
Viele Menschen nutzen Google, um sich zunächst über ein Thema zu informieren. Eine Suchanfrage bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jemand auch etwas kaufen möchte. Genau hier kann dir der Suchtyp „Google Shopping“ helfen. Mit diesem Filter untersuchst du gezielt Suchanfragen innerhalb der Google-Produktsuche, statt alle Suchanfragen aus der allgemeinen Websuche zu berücksichtigen.
Angenommen, du verkaufst Wanderausrüstung. Eine allgemeine Suche nach „Wandern“ kann ganz unterschiedliche Interessen widerspiegeln. Vielleicht suchen Menschen nach Wanderwegen, Ausflugszielen oder Tipps für ihren nächsten Urlaub. Wenn du dagegen konkrete Produkte wie „Wanderschuhe“ oder „Wanderrucksack“ untersuchst und den Google-Shopping-Filter verwendest, erhältst du Ergebnisse, die näher an der Produktsuche liegen.
Auch die Formulierung einer Suchanfrage kann Hinweise auf die Kaufabsicht geben. Wer etwa nach „Blush“ sucht, möchte sich vielleicht zunächst über Make-up informieren. Bei Begriffen wie „Liquid Blush kaufen“ oder einer konkreten Produktvariante liegt eine Kaufabsicht näher.
Der Shopping-Filter und solche spezifischen Suchbegriffe helfen dir also dabei, allgemeines Interesse von produktbezogenen Suchanfragen zu unterscheiden. Ob daraus tatsächlich Käufe entstehen, lässt sich mit Google Trends allein allerdings nicht feststellen.
Entdecke aufkommende Trends und Ausreißer
Besonders spannend wird Google Trends, wenn du nicht nur wissen möchtest, was heute beliebt ist, sondern auch, welche Produkte gerade erst an Aufmerksamkeit gewinnen.
Dafür lohnt sich ein Blick auf die Einstellung „Zunehmend“ bei den verwandten Themen und Suchanfragen. Sie zeigt dir Begriffe, deren Suchinteresse im gewählten Zeitraum besonders stark gestiegen ist.
Google Trends unterscheidet dabei zwischen zwei Arten von Entwicklungen:
- Zunehmende Suchanfragen: Hier zeigt dir Google Trends, um wie viel Prozent das Suchinteresse gegenüber dem vorherigen Vergleichszeitraum gestiegen ist.
- Ausreißer: Diese Kennzeichnung verwendet Google bei einem außergewöhnlich starken Anstieg von mehr als 5.000 %. Häufig handelt es sich um neue Begriffe oder Themen, die zuvor kaum gesucht wurden.
Das klingt nach einer guten Gelegenheit, ein neues Trendprodukt zu entdecken. Allerdings solltest du gerade bei solchen Entwicklungen genauer hinschauen.
Wenn ein Begriff bisher nur sehr selten gesucht wurde, kann bereits ein vergleichsweise kleiner Anstieg der Suchanfragen zu einer enormen prozentualen Veränderung führen. Ein als „Ausreißer“ gekennzeichneter Trend muss deshalb noch lange keinen großen Markt bedeuten.
Prüfe zunächst, ob Menschen tatsächlich nach einem Produkt suchen oder ob das Interesse zum Beispiel durch einen viralen Social-Media-Beitrag oder eine Nachricht ausgelöst wurde. Überlege außerdem, ob der Trend zu deiner Zielgruppe passt, wie schnell du das Produkt beschaffen könntest und ob sich der Verkauf wirtschaftlich lohnt.
So kannst du neue Chancen frühzeitig erkennen, ohne dich von kurzfristigen Hypes zu vorschnellen Entscheidungen verleiten zu lassen.
Unterscheide relatives und absolutes Suchvolumen
Bei der Auswertung von Google Trends solltest du einen wichtigen Unterschied im Hinterkopf behalten: Das Tool zeigt dir keine absoluten Suchzahlen, sondern das relative Suchinteresse. Ein Wert von 100 bedeutet also nicht, dass 100 Menschen nach einem Produkt gesucht haben. Er steht für den höchsten Wert innerhalb der ausgewählten Daten. Alle anderen Werte werden im Verhältnis dazu berechnet.
Das hat Auswirkungen darauf, wie du die Ergebnisse interpretierst. Ein Produkt kann beispielsweise einen starken Wachstumstrend zeigen, obwohl insgesamt nur wenige Menschen danach suchen. Umgekehrt kann ein etabliertes Produkt ein relativ konstantes Suchinteresse aufweisen, obwohl es sehr häufig gesucht wird.
Für deine Produktauswahl ist deshalb nicht nur entscheidend, wie stark ein Begriff wächst. Auch die Größe der Zielgruppe, ihre Kaufbereitschaft und die möglichen Gewinnmargen spielen eine Rolle. Schließlich kann sich selbst ein Nischenprodukt mit vergleichsweise geringer Nachfrage lohnen, wenn du damit die richtigen Kund:innen erreichst.
Wenn du das tatsächliche Marktpotenzial besser einschätzen möchtest, kombiniere Google Trends mit weiteren Datenquellen. Dazu gehören zum Beispiel:
- Keyword-Tools und Werbeplattformen, die Schätzungen zum monatlichen Suchvolumen liefern.
- Marktplätze wie Amazon, Etsy oder eBay, auf denen du Preise, Bewertungen und Konkurrenzangebote untersuchen kannst.
- Kundenbefragungen, mit denen du mehr über konkrete Bedürfnisse und Kaufabsichten erfährst.
- Deine eigenen Shop-Analytics, die dir zeigen, welche Produkte tatsächlich angesehen und gekauft werden.
So bekommst du ein vollständigeres Bild davon, ob sich hinter einem interessanten Suchtrend auch eine wirtschaftlich sinnvolle Produktidee verbirgt.
Häufige Fehler bei der Nutzung von Google Trends
Google Trends ist einfach zu bedienen. Trotzdem gibt es ein paar Stolperfallen, die deine Ergebnisse verfälschen können. Bevor du dich für ein neues Produkt entscheidest, solltest du deshalb diese vier Fehler vermeiden:
- Zu kurze Zeiträume betrachten. Ein starker Anstieg in den letzten 30 oder 90 Tagen sieht zunächst vielversprechend aus. Vielleicht handelt es sich aber nur um einen saisonalen Ausschlag. Betrachte deshalb zunächst mindestens zwölf Monate. Für langfristige Entscheidungen lohnt sich ein Vergleich über drei bis fünf Jahre.
- Regionale Unterschiede ignorieren. Ein Produkt kann in einer Region sehr beliebt sein und in einer anderen kaum Interesse wecken. Achte deshalb darauf, dass du die richtige Region ausgewählt hast. Besonders wichtig: Ein hoher regionaler Wert bedeutet nicht automatisch, dass dort insgesamt mehr Menschen nach deinem Produkt suchen.
- Kurzfristige Hypes überschätzen. Ein virales TikTok-Video kann die Suchanfragen zu einem Produkt innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen lassen. Ob das Interesse langfristig bestehen bleibt, ist eine andere Frage. Prüfe deshalb, ob der Trend zu deiner Zielgruppe passt und ob es auch abseits des aktuellen Hypes Hinweise auf Nachfrage gibt.
- Relative Werte mit echten Suchzahlen verwechseln. Ein Wert von 100 bedeutet nicht, dass 100 Menschen nach einem Produkt gesucht haben. Die Skala zeigt nur das relative Suchinteresse. Ziehe deshalb weitere Datenquellen hinzu, bevor du größere Investitionen tätigst.
Integriere Google Trends in deine Produktstrategie
Google Trends entfaltet den größten Nutzen, wenn du es regelmäßig in deine Geschäftsplanung einbindest – nicht nur einmal vor dem Launch eines Produkts. So kannst du die Daten für deine Produktstrategie nutzen:
- Marketing: Nutze wiederkehrende Suchspitzen, um deine Kampagnen rechtzeitig zu planen. Wenn das Interesse an einem Produkt beispielsweise jedes Jahr im Mai steigt, kannst du passende Anzeigen, Newsletter und Social-Media-Inhalte schon vorher vorbereiten. So erreichst du potenzielle Kund:innen, wenn sie beginnen, sich für das Produkt zu interessieren.
- Lagerbestand: Schau dir die Entwicklung über mehrere Jahre an, um saisonale Schwankungen besser einzuschätzen. So kannst du deine Bestellungen vorausschauender planen und vermeiden, dass du nach einem kurzfristigen Hype auf zu viel Ware sitzen bleibst. Gleiche die Suchtrends dabei immer mit deinen tatsächlichen Verkaufszahlen ab.
- Preis und Positionierung: Achte darauf, welche Produkteigenschaften und Varianten zunehmend gesucht werden. Steigt etwa das Interesse an bestimmten Materialien oder zusätzlichen Funktionen, könnte sich ein Test mit einer Premium-Variante, einem Bundle oder einer neuen Produktlinie lohnen. Ob deine Kund:innen dafür mehr bezahlen würden, solltest du allerdings gesondert prüfen.
- Langfristige Sortimentsplanung: Beobachte, wie sich deine Produktkategorien über mehrere Jahre entwickeln. Vielleicht bleibt das Interesse an einer breiten Kategorie konstant, während eine bestimmte Nische immer beliebter wird. Solche Entwicklungen können dir helfen, neue Sortimentschancen frühzeitig zu erkennen und dein Angebot gezielt weiterzuentwickeln.
Fazit: Mit Google Trends die richtigen Produkte finden
Welche Produkte könnten sich als Nächstes gut verkaufen? Google Trends hilft dir, neue Ideen zu entdecken, aufkommende Trends frühzeitig zu erkennen und die Nachfrage besser einzuschätzen. Nutze die Suchdaten als Ausgangspunkt und prüfe deine Ideen anschließend mit Kundenfeedback, Marktplatzvergleichen und echten Verkaufsdaten. So kannst du fundierter entscheiden, welche Produkte sich für dein Sortiment lohnen könnten.
Wenn du bereits Produkte verkaufst, unterstützt dich Shopify POS dabei, deine Geschäftsdaten im Blick zu behalten. Das System führt Daten aus deinen Vertriebskanälen zusammen und bereitet sie in übersichtlichen Berichten auf. So erkennst du beispielsweise, welche Produkte sich an welchen Standorten besonders gut verkaufen, wie sich deine Umsätze saisonal entwickeln und wie dein Team abschneidet.
Häufig gestellte Fragen zu Google Trends Produkten
Ist Google Trends komplett kostenlos?
Ja, Google Trends ist mit allen seinen Funktionen kostenlos. Das Tool wertet Suchanfragen aus der Google-Suche aus und zeigt dir, wie sich das Interesse an bestimmten Themen und Suchbegriffen im Laufe der Zeit entwickelt.
Wofür steht die Zahl 100 in Google Trends?
Google Trends zeigt das relative Suchinteresse auf einer Skala von 0 bis 100. Ein Wert von 100 steht für das höchste Suchinteresse innerhalb der ausgewählten Daten. Die Werte sind normalisiert und entsprechen keinen absoluten Suchzahlen. Ein Wert von 79 bedeutet also nicht, dass an einem Tag 79 Suchanfragen stattgefunden haben.
Wie findest du Nischen mit Google Trends?
Um interessante Produktnischen zu entdecken, beginne mit einer allgemeinen Produktkategorie und untersuche anschließend spezifischere Suchbegriffe. Vergleiche verschiedene Varianten, prüfe verwandte Themen und Suchanfragen und achte auf regionale Unterschiede. So kannst du aufkommende Trends und vielversprechende Nischen erkennen. Wie stark die Konkurrenz ist, solltest du anschließend gesondert prüfen.
Wie suchst du in Google Trends nach Produkten?
Gib auf der Google Trends-Seite im Bereich „Entdecken“ einen Produktnamen, eine Kategorie oder ein Keyword ein. Lege anschließend Region, Zeitraum und Suchtyp fest. Für E-Commerce ist der Filter „Google Shopping“ besonders nützlich, weil du damit das Suchinteresse innerhalb der Google-Produktsuche untersuchen kannst.
Wie erkennst du, wie beliebt ein Produkt auf Google Trends ist?
Gib den Produktnamen ein und betrachte das Suchinteresse im gewählten Zeitraum. Die Werte von 0 bis 100 zeigen dir die relative Beliebtheit. Vergleiche zusätzlich ähnliche Suchbegriffe, Regionen und Zeiträume, um besser einzuschätzen, ob das Interesse wächst, saisonal schwankt oder langfristig stabil bleibt.
Kann Google Trends bei SEO helfen?
Ja. Verwandte Themen und zunehmende Suchanfragen zeigen dir, welche Begriffe Menschen verwenden und welche Themen an Beliebtheit gewinnen. Diese Erkenntnisse kannst du nutzen, um passende Keywords für deine Produktbeschreibungen, Blogbeiträge und Landingpages zu finden und deine Inhalte gezielter auf die Suchanfragen deiner Zielgruppe auszurichten.
Wie nutzt du Google Trends für dein Unternehmen?
- Prüfe das Suchinteresse, bevor du neue Produkte in dein Sortiment aufnimmst.
- Plane Marketingaktionen rund um saisonale Suchspitzen.
- Nutze regionale Daten für lokale Kampagnen.
- Entdecke aufkommende Suchbegriffe für SEO, Content und Anzeigen.
- Vergleiche Suchtrends mit echten Verkaufsdaten, bevor du größere Investitionen tätigst.
Wie findest du die meistgesuchten Produkte mit Google Trends?
Gib verschiedene Produktkategorien oder konkrete Produktbegriffe in Google Trends ein und vergleiche ihr Suchinteresse. Mit dem Filter „Google Shopping“ kannst du deine Recherche auf die Google-Produktsuche eingrenzen. Beachte allerdings, dass Google Trends keine absoluten Suchzahlen anzeigt. Du kannst damit also erkennen, welche Produkte im Vergleich stärker gesucht werden, aber keine verlässliche Rangliste der insgesamt meistgesuchten Produkte erstellen.












