In Deutschland sind 62 % der Unternehmen Einzelunternehmen. Schnell und kostengünstig zu gründen, sind Einzelunternehmen eine beliebte Wahl für kleine Unternehmen, die von einer Person geführt werden.
Wenn du ein Unternehmen gründest, ist es hilfreich zu wissen, dass das Einzelunternehmen eine von mehreren verfügbaren Rechtsformen ist, darunter die GmbH, die UG (haftungsbeschränkt) und die AG. Die Rechtsform, die du wählst, beeinflusst, wie du Steuern zahlst, welche Unterlagen du einreichen musst und ob du Investor:innen gewinnen kannst oder nicht.
Während die Vorteile eines Einzelunternehmens zahlreich sind, gibt es auch Nachteile. Lerne die Vor- und Nachteile eines Einzelunternehmens kennen, um zu entscheiden, ob es die richtige Struktur für dein Unternehmen ist.
Was ist ein Einzelunternehmen?
Ein Einzelunternehmen ist ein nicht eingetragenes Unternehmen, das einer einzelnen Person gehört. Rechtlich gesehen ist die Person, die das Unternehmen besitzt, im Wesentlichen das Unternehmen – es gibt keine separate juristische Person. Einzelunternehmer:innen sind direkt verantwortlich für alle Gewinne, Verluste, Verbindlichkeiten und rechtlichen Anforderungen.
Daher hat die/der Einzelunternehmer:in eine unbeschränkte persönliche Haftung. Das bedeutet, dass dein Vermögen – dein Haus und deine persönlichen Bankkonten – gefährdet sind, wenn du Geschäftsschulden machst oder ein Anspruch gegen dein Unternehmen geltend gemacht wird (z. B. durch eine Klage).
Du musst keine regelmäßigen Vollzeit-Geschäftsaktivitäten ausüben, um ein Einzelunternehmen zu führen. Ein Nebengewerbe zusätzlich zu deinem regulären Job oder Geschäft kann ebenfalls als selbstständige Tätigkeit betrachtet werden.
Vorteile eines Einzelunternehmens
- Einfach zu gründen
- Volle Kontrolle für die/den Inhaber:in
- Keine Körperschaftsteuer
- Kostengünstiger als andere Geschäftsmodelle
- Steuervorteile und Reinvestitionsmöglichkeiten
- Einfacher Auflösungsprozess
1. Einfach zu gründen
Ein Einzelunternehmen ist die einfachste Geschäftsstruktur für eine:n Inhaber:in – egal, ob du Produkte oder Dienstleistungen online oder persönlich verkaufst. Du musst dich nicht eintragen lassen, dein Unternehmen registrieren oder eine Steuernummer beantragen, um Einzelunternehmer:in zu sein, da das Einzelunternehmen die Standardstruktur ist.
Deswegen ist es eine großartige Option, wenn du ein Unternehmen ohne Geld gründest. (Allerdings musst du dennoch Gewerbeerlaubnisse oder von deinem Bundesland oder Beruf geforderte Genehmigungen beantragen.)
2. Volle Kontrolle für die/den Inhaber:in
In einem Einzelunternehmen bist du die letzte Entscheidungsinstanz für alles – von Produkteinführungen bis zum Wachstumstempo. Diese Autonomie war es, die Ely Khakshouri, Gründer der Outdoor-Marke Retrospec, dazu bewog, in seinen frühen Jahren solo zu bleiben.
„Es war mir sehr wichtig, die Anteile zu behalten, auch wenn das bedeutete, zeitweise etwas langsamer zu wachsen und einige Lieferengpässe zu haben“, sagt er in einer englischsprachigen Shopify-Masters-Episode.
Da es keine Partner:innen, Vorstandsmitglieder oder Aktionär:innen gibt, hast du die volle Autorität und Verantwortung für das Unternehmen. Ein weiterer großer Vorteil des Einzelunternehmens ist, dass du auch 100 % der Gewinne behältst und entscheiden kannst, ob du Mitarbeiter:innen einstellst oder nicht. Obwohl die Einstellung die Finanzberichterstattung und Steuererklärung komplexer macht, gibt es keine rechtliche Begrenzung für die Anzahl der Mitarbeiter:innen, die eine/ein Einzelunternehmer:in beschäftigen kann.
3. Keine Körperschaftsteuer
Anstatt wie große Unternehmen eine Körperschaftsteuer zu zahlen, müssen Einzelunternehmer:innen nur ihre persönliche Einkommensteuer zahlen. Du fügst einfach eine Anlage zur Gewinnermittlung zu deiner Einkommensteuererklärung hinzu, und fertig.
4. Kostengünstiger als andere Geschäftsmodelle
Während Einzelunternehmer:innen die staatlichen und bundesweiten Lizenzanforderungen einhalten müssen, gibt es weniger Papierkram als bei anderen Unternehmensstrukturen, was weniger Gebühren bedeutet.
Du musst beispielsweise keine Gesellschaftsverträge oder Gründungsurkunden einreichen, die für UGs und GmbHs erforderlich sind und je nach Bundesland zwischen 35 € und 500 € kosten können.
Einzelunternehmer:innen müssen auch keine Jahresberichte oder Franchisesteuergebühren zahlen. Diese Gebühren variieren ebenfalls je nach Bundesland.
5. Steuervorteile und Reinvestitionsmöglichkeiten
Als durchlaufende Einheit ermöglicht dir ein Einzelunternehmen, Geschäftsgewinne und -verluste direkt in deiner Einkommensteuererklärung anzugeben. Du vermeidest die Doppelbesteuerung, die entsteht, wenn Kapitalgesellschaften sowohl auf Unternehmens- als auch auf Dividendenebene Steuern zahlen.
Als Einzelunternehmer:in kannst du von verschiedenen Steuerabzügen profitieren. Einige Steuerabzüge, die du möglicherweise nutzen kannst, sind:
- Homeoffice-Abzug. Du kannst einen Teil deiner Wohnkosten absetzen, wenn du einen Raum ausschließlich für geschäftliche Zwecke nutzt.
- Digitale Tools und Abonnements. Gebühren für Shopify-Apps, KI-Automatisierungstools und Cloud-Software sind vollständig als „gewöhnliche und notwendige“ Geschäftsausgaben absetzbar.
- Sofortabschreibung für Technologie-Hardware und -Software. Investitionen in Geschäftsausstattung können oft im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben werden.
- Werbung und Creator-Partnerschaften. Werbeausgaben, Influencer-Honorare und Content-Erstellungskosten sind zu 100 % absetzbar.
💡Hinweis: Einzelunternehmen sind in der Regel vorteilhaft für niedrigere bis mittlere Einkommensbereiche. Die einstufige Einkommensteuer ist oft niedriger als die effektive Rate für Kapitalgesellschaften. Bei höheren Gewinnen kann es sinnvoll sein, zu einer anderen Rechtsform zu wechseln, weshalb viele Solo-Gründer:innen zu einer UG oder GmbH wechseln, sobald die Gewinne steigen.
6. Einfacher Auflösungsprozess
Der Prozess ist unkompliziert, wenn du dich entscheidest, dein Einzelunternehmen zu beenden. Und wenn du in eine andere Unternehmensform umstrukturieren möchtest, wie z. B. eine UG oder GmbH, kannst du das tun.
Nachteile eines Einzelunternehmens
- Haftung der/des Inhaber:in
- Unbeschränkte persönliche Haftung
- Verantwortung für Kapitaleinlagen
- Herausforderungen bei der Kapitalbeschaffung
- Höhere Steuersätze
1. Haftung der/des Inhaber:in
Da das Einzelunternehmen nicht zwischen Inhaber:in und Unternehmen unterscheidet, ist die/der alleinige Inhaber:in für alle Schulden und finanziellen Verpflichtungen verantwortlich.
Diese Verantwortung erstreckt sich auf die Handlungen von Mitarbeiter:innen oder Auftragnehmer:innen – wenn sie rechtliche oder finanzielle Belastungen für dein Unternehmen schaffen, bist du für deren Lösung verantwortlich. Ein Einzelunternehmen kann dich unerwarteten Haftungsrisiken aussetzen, wenn etwas schiefgeht.
2. Unbeschränkte persönliche Haftung
Leider erstreckt sich deine Haftung als Einzelunternehmer:in auf dein persönliches Vermögen, wie dein Haus, Auto oder Ersparnisse.
Andere Unternehmensstrukturen, wie Kapitalgesellschaften, schützen diese Vermögenswerte vor Risiken wie Klagen, aber ein Einzelunternehmen hat keinen Haftungsschutz. Berücksichtige diese Möglichkeit, insbesondere wenn dein Unternehmen in einem Bereich mit hohen rechtlichen Risiken tätig ist.
3. Verantwortung für Kapitaleinlagen
Als Einzelunternehmer:in bist du wahrscheinlich die einzige Kapitalquelle für die Finanzierung von Geschäftskosten wie Büroausstattung und Inventar. Traditionelle Kreditgeber:innen betrachten Einzelunternehmen als riskante Investitionen, sodass die Sicherung von Krediten eine Herausforderung sein kann. Stelle vor Ausgaben für dein Unternehmen sicher, dass du über finanzielle Ressourcen verfügst, um es zu unterstützen.
4. Herausforderungen bei der Kapitalbeschaffung
Investor:innen suchen in der Regel nach Eigenkapital im Austausch für ihre Unterstützung, aber da ein Einzelunternehmen nur eine:n Inhaber:in haben kann, ist das Anbieten von Eigenkapital keine Option. Diese Einschränkung kann deine Fähigkeit beeinträchtigen, dein Unternehmen zu skalieren, insbesondere in Branchen, die erhebliche Kapitalinvestitionen erfordern.
Es ist auch schwierig, ein Einzelunternehmen zu verkaufen. Du kannst das Unternehmen nicht als Ganzes verkaufen, obwohl du seine Vermögenswerte verkaufen kannst. Käufer:innen können deinen Firmennamen auch nur verwenden, wenn du einen Handelsnamen etablierst und die Rechte an sie überträgst.
5. Höhere Steuersätze
Steuern für Einzelunternehmer:innen unterscheiden sich von denen anderer Unternehmensformen, wie Kapitalgesellschaften. Als Einzelunternehmer:in musst du Sozialversicherungsbeiträge zusätzlich zur persönlichen Einkommensteuer zahlen. Die Bestimmung des Betrags, den du schuldest, wenn du Geschäfts- und Einzelsteuern kombinierst, kann ebenfalls Zeit und Mühe kosten. Um zu vermeiden, dass du am Ende des Jahres eine größere Steuerrechnung als erwartet zahlst, empfiehlt das Finanzamt, deine Geschäftssteuern vierteljährlich zu schätzen und zu zahlen.
Zusätzlich zur persönlichen Einkommensteuer müssen Einzelunternehmer:innen auch Sozialversicherungsbeiträge zahlen, die Renten- und Krankenversicherung abdecken, typischerweise durch Einreichung entsprechender Formulare mit der Steuererklärung.
Einzelunternehmen vs. UG: Was ist das Richtige für dich?
Eine UG (haftungsbeschränkt) ist eine separate juristische Person, die dein persönliches Vermögen und deine Verbindlichkeiten schützt. Sie ermöglicht dir auch, zu wählen, wie du besteuert werden möchtest, was einzigartige Steuervorteile haben kann.
Standardmäßig bietet eine UG einen Haftungsschutz, der bei einem Einzelunternehmen nicht vorhanden ist. Was sich am ersten Tag ändert, ist das Haftungsschild und die Menge an Papierkram auf Landesebene.
Wenn dein Unternehmen mehr Risiko eingeht, wie größere Lagerbestände, Großhandelsverträge oder eine:n Mitgründer:in, ist eine UG normalerweise die beste Wahl.
Hier ist ein schneller Überblick, wie du entscheiden kannst, ob du eine UG gründen solltest oder nicht:
|
Einzelunternehmen |
UG (haftungsbeschränkt) |
|
|---|---|---|
|
Gründungskosten |
0 € auf Bundesebene. Ein optionaler Handelsname kann zwischen 10 € und 50 € kosten. |
Notarkosten und Handelsregistereintragung, die zwischen 300 € und 800 € liegen können. |
|
Laufende Gebühren |
Keine in den meisten Bundesländern. |
Jährliche Gebühren für Handelsregister und Buchhaltung. |
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Haftung |
Keine Haftungsbeschränkung. |
Geschäftsschulden und Klagen bleiben bei der UG. |
|
Partner:innen und Investor:innen |
Können nicht hinzugefügt werden ohne Umstrukturierung. |
Können hinzugefügt werden und Geschäftsanteile anbieten. |
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Sozialversicherung |
Auf 100 % des Gewinns. |
Abhängig von der Geschäftsführerstellung und dem Gehalt. |
|
Glaubwürdigkeit |
Wird von Kreditgeber:innen und Lieferant:innen als riskanter angesehen. |
Separate juristische Personen können Kreditlinien und größere Verträge ermöglichen. |
Kurz gesagt:
- Bleibe Einzelunternehmer:in, wenn du eine Idee testest, eine risikoarme Dienstleistung anbietest und keine zusätzlichen Gebühren möchtest.
- Gründe eine UG, wenn du physische Produkte handhabst, Eigentum teilst oder dein persönliches Vermögen schützen möchtest.
Ist ein Einzelunternehmen das Richtige für dein Unternehmen?
Ein Einzelunternehmen eignet sich am besten für kleine Unternehmen, die von einer Person besessen und betrieben werden, wie Freelancer:innen, Berater:innen oder andere unabhängige Auftragnehmer:innen. Die Struktur eignet sich am besten für risikoarme Unternehmen mit niedrigen Gewinnen. Oft beginnen Einzelunternehmen als Hobbys oder Nebentätigkeiten, bevor sie zu vollwertigen Unternehmen werden.
Trotz der Herausforderungen bietet ein Einzelunternehmen einen einfachen Einstieg ins Unternehmertum. Mit minimalen Gründungskosten, wenig Papierkram und voller Geschäftskontrolle kann es eine hervorragende Möglichkeit sein, eine Geschäftsidee zu validieren oder ein kleines, persönliches Unternehmen zu betreiben. Es ist jedoch wichtig, die mit dieser Art von Unternehmensstruktur verbundenen Risiken zu verstehen und zu mindern, um unerwartete Herausforderungen zu vermeiden.
Internationale Überlegungen
Der grenzüberschreitende Verkauf fügt Compliance-Anforderungen hinzu, die Einzelunternehmer:innen berücksichtigen sollten, bevor sie sich für diese Struktur entscheiden:
- Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer: Wenn du Waren in die Europäische Union versendest, musst du dich möglicherweise für die Mehrwertsteuer jedes Landes registrieren oder dich für das Import-One-Stop-Shop-(IOSS)-System für Bestellungen unter 150 € entscheiden. IOSS ermöglicht es dir, die Mehrwertsteuer über ein einziges Portal zu erheben und abzuführen.
- Ausländisches Banking und Zahlungen. Tools wie Shopify Managed Markets und Drittanbieter-Dienste können Mehrwertsteuer, Zölle und Währungsumrechnung gegen eine Gebühr abwickeln. Wenn du es selbst verwaltest, erwarte, Mehrwährungskonten zu eröffnen und Wechselkursgewinne und -verluste abzustimmen.
- Haftung über Gerichtsbarkeiten hinweg. Produkthaftungs- oder Datenschutzklagen, die im Ausland eingereicht werden, können als Einzelunternehmer:in schwieriger zu verteidigen sein. Gründer:innen gründen oft eine UG oder GmbH, sobald sie grenzüberschreitende Einnahmen erzielen.
Wachstums- und Übergangsplanung
Ein Einzelunternehmen eignet sich gut zur Validierung einer Nebentätigkeit, aber bestimmte Geschäftsmeilensteine bedeuten, dass es Zeit ist, deine Struktur zu überdenken:
- Nettogewinne liegen konstant zwischen 60.000 € und 100.000 €. Auf diesem Niveau können Sozialversicherungsbeiträge die Kosteneinsparungen des Solo-Bleibens übersteigen. Konsultiere eine:n Steuerberater:in, um zu entscheiden, ob die Gründung einer UG der nächste beste Schritt ist.
- Aufnahme eine:r Mitgründer:in oder Eigenkapitalinvestor:in. Einzelunternehmen können keine Inhaber:innen hinzufügen. Du müsstest auflösen und als Gesellschaft mit mehreren Gesellschafter:innen neu gründen.
- Größere Verträge, Inventar und Geschäftskreditlinien. Dein persönliches Vermögen wird mit größeren Bestellungen und Kreditoptionen stärker gefährdet.
- Einstellung von Vollzeitmitarbeiter:innen. Die Lohnbuchhaltung und Sozialleistungspläne werden komplexer, wenn du wächst. Kreditgeber:innen bevorzugen auch eine Einheit mit Steuernummer.
Insgesamt ist die Umwandlung von einem Einzelunternehmen in eine UG eine Anmeldung auf Landesebene. Deine Steuernummer (falls vorhanden), Bankkonten und dein Shopify-Shop bleiben intakt. Du hast jetzt den zusätzlichen Vorteil des Haftungsschutzes und einer günstigeren Steuerplanung, wenn dein Unternehmen wächst.
FAQ über Vorteile eines Einzelunternehmens
Wie wird ein Einzelunternehmen besteuert?
Die/der Inhaber:in eines Einzelunternehmens ist persönlich verantwortlich für alle Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens, und die Gewinne oder Verluste fließen direkt in ihre/seine persönliche Steuererklärung ein. Anstatt eine separate Unternehmenssteuererklärung einzureichen, geben Inhaber:innen Geschäftseinnahmen und -ausgaben in ihrer individuellen Einkommensteuererklärung an. Inhaber:innen werden mit ihrem individuellen Einkommensteuersatz besteuert und zahlen auch Sozialversicherungsbeiträge für Renten- und Krankenversicherung.
Kannst du als Einzelunternehmer:in Mitarbeiter:innen einstellen?
Ja, du kannst als Einzelunternehmer:in Mitarbeiter:innen einstellen. Wenn du dies tust, musst du jedoch eine Steuernummer beantragen und Steuern von den Löhnen der Mitarbeiter:innen einbehalten, einschließlich Sozialversicherung und Einkommensteuer. Du musst auch die Landes- und Bundesarbeitsgesetze einhalten, einschließlich Lohnstandards und Arbeiterunfallversicherung.
Kannst du dein Einzelunternehmen in eine andere Unternehmensstruktur umwandeln?
Ja, du kannst dein Einzelunternehmen in eine andere Unternehmensstruktur umwandeln. Viele Unternehmen beginnen als Einzelunternehmen, aber wenn sie wachsen, können sie zu einer anderen Unternehmensstruktur übergehen, wie z. B. einer UG oder GmbH. Die Umwandlung in eine andere Struktur kann zusätzlichen Haftungsschutz oder Steuervorteile bieten. Der Prozess für die Umwandlung variiert je nach Bundesland – ziehe in Betracht, eine:n Steuerberater:in oder Anwält:in zu konsultieren, bevor du die Änderung vornimmst.
Musst du deine persönlichen und geschäftlichen Finanzen trennen?
Technisch gesehen musst du deine persönlichen und geschäftlichen Finanzen nicht trennen. Es wird jedoch dringend empfohlen, dies zu tun, auch als Einzelunternehmer:in. Ein dediziertes Geschäftsbankkonto und eine Kreditkarte erleichtern es, Ausgaben zu verfolgen, den Cashflow zu verwalten und eine klare Unterscheidung zwischen persönlichen und geschäftlichen Transaktionen zu zeigen. Diese Trennung ist auch vorteilhaft, wenn du dich entscheidest, zu gründen, oder in Zukunft externe Finanzierung suchst.
Was sind die Vor- und Nachteile eines Einzelunternehmens?
Ein Einzelunternehmen ist schnell und kostengünstig zu gründen. Es gibt dir die vollständige Kontrolle über Entscheidungen und profitiert von der Durchlaufbesteuerung, sodass Gewinne direkt in deine persönliche Steuererklärung fließen und du eine Doppelbesteuerung vermeidest. Der Nachteil ist die unbeschränkte persönliche Haftung. Persönliche Vermögenswerte wie dein Haus und Auto haften für Klagen und Schulden, und Sozialversicherungsbeiträge fallen auf alle Einkünfte an.





