Der Klick auf „In den Warenkorb“ ist ein entscheidender Moment beim Online-Shopping. Aus dem unverbindlichen Stöbern wird eine konkrete Kaufabsicht. Doch bis zum tatsächlichen Kaufabschluss ist es noch ein Stück. Ein übersichtlicher Warenkorb und ein reibungsloser Checkout können darüber entscheiden, ob Kund:innen ihre Bestellung abschließen oder den Shop vorzeitig verlassen.
Für dich als Händler:in ist der Warenkorb außerdem eine wertvolle Informationsquelle. Du erfährst beispielsweise, welche Produkte deine Kund:innen miteinander kombinieren und an welcher Stelle sie den Kaufprozess abbrechen. Diese Erkenntnisse helfen dir dabei, mögliche Hürden zu beseitigen und das Einkaufserlebnis in deinem Onlineshop gezielt zu verbessern.
In diesem Leitfaden erfährst du, welche Funktionen ein guter Warenkorb braucht, wie du ihn optimierst und welche E-Commerce-Plattformen sich für deine Anforderungen eignen.
Was ist ein Warenkorb?
Ein Warenkorb ist der Bereich eines Onlineshops, in dem Kund:innen die Produkte sammeln und verwalten, die sie kaufen möchten. Hier können sie ihre ausgewählten Artikel überprüfen, Mengen anpassen und die Gesamtkosten einsehen, bevor sie im Checkout ihre Bestellung abschließen.
Warum der richtige Warenkorb so wichtig ist
Die Wahl der richtigen Warenkorb-Lösung hat großen Einfluss auf das Einkaufserlebnis in deinem Onlineshop. Sie bestimmt unter anderem, wie schnell Kund:innen zur Kasse gehen können, welche Zahlungsmethoden ihnen zur Verfügung stehen, wie transparent Versandkosten dargestellt werden und wie einfach sich der Shop auf mobilen Geräten bedienen lässt.
Gerade in dieser Phase des Kaufprozesses können kleine Hürden große Auswirkungen haben. Laut einer englischsprachigen Untersuchung des Baymard Institute liegt die durchschnittliche Warenkorbabbruchrate im E-Commerce bei rund 70 %.
Wie viel Potenzial in einem optimierten Checkout steckt, zeigen weitere Ergebnisse des Instituts: Demnach können große E-Commerce-Websites ihre Conversion Rate allein durch eine bessere Checkout-Gestaltung um durchschnittlich 35 % steigern (Link auf Englisch).
Auch konkrete Beispiele aus dem E-Commerce zeigen, welchen Unterschied die richtige Plattform machen kann:
- Manmade: Nach dem Wechsel von BigCommerce zu Shopify Plus stieg die Checkout-Abschlussrate der Unterwäschemarke von 58 % auf 68 % (Link auf Englisch). Gleichzeitig nutzten 35 % der Kund:innen Shop Pay.
- ARMEDANGELS: Die deutsche Modemarke wechselte von Shopware zu Shopify und konnte ihre Checkout-Conversion in den ersten drei Monaten verdoppeln (Link auf Englisch). Die mobile Conversion Rate stieg um 18 %, während die durchschnittlichen Ladezeiten an wichtigen Stellen des Kaufprozesses um 23 % sanken.
Welche Warenkorb-Lösung für deinen Shop am besten geeignet ist, hängt davon ab, wo deine größten Herausforderungen liegen. Vielleicht fehlen deinen Kund:innen bestimmte Zahlungsmethoden, die Ladezeiten sind zu lang oder der Checkout ist unnötig kompliziert. Auch internationale Verkaufsoptionen, Versandfunktionen, individuelle Anpassungsmöglichkeiten und der technische Wartungsaufwand spielen bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.
Funktion & Aufbau des Warenkorbs im E-Commerce
Der Warenkorb im Onlineshop funktioniert ähnlich wie ein Einkaufswagen im stationären Handel: Kund:innen sammeln darin ihre gewünschten Produkte und können ihre Auswahl jederzeit anpassen, bevor sie den Kauf abschließen.
Ein moderner Warenkorb zeigt dabei nicht nur die ausgewählten Produkte und Mengen an. Er berechnet auch Zwischensummen, berücksichtigt Rabatte und zeigt je nach Shop weitere Kosten wie Steuern und Versandgebühren an. Anschließend gelangen Kund:innen zum Checkout, wo sie ihre persönlichen Daten eingeben und die Bestellung bezahlen.
Zu den wichtigsten Funktionen eines Warenkorbs gehören:
- Artikel sammeln und verwalten: Kund:innen legen Produkte in den Warenkorb und behalten so den Überblick über ihre Auswahl. Sie können Mengen ändern oder einzelne Artikel wieder entfernen.
- Preise anzeigen: Der Warenkorb berechnet automatisch die Zwischensumme und zeigt den Gesamtpreis an. Je nach Shop werden auch Steuern, Rabatte und Versandkosten berücksichtigt.
- Zum Checkout weiterleiten: Der Warenkorb verbindet die Produktauswahl mit dem Checkout. Hier können Kund:innen ihre Bestellung noch einmal überprüfen und bei Bedarf anpassen, bevor sie zur Kasse gehen.
- Artikel reservieren: In manchen Shops lassen sich Produkte für eine begrenzte Zeit im Warenkorb reservieren. So bleiben sie während des Kaufprozesses für andere Kund:innen vorübergehend nicht verfügbar.
- Zusätzliche Kaufanreize schaffen: Viele Warenkörbe zeigen passende Produktempfehlungen, Bundles oder Hinweise auf Versandvorteile an. Wenn du diese Funktionen gezielt und unaufdringlich einsetzt, kannst du damit den durchschnittlichen Warenkorbwert erhöhen.
Bei der Gestaltung deines Warenkorbs hast du viele Freiheiten. Einige Elemente sollten jedoch in keinem Onlineshop fehlen, damit sich Kund:innen schnell zurechtfinden und ihren Einkauf möglichst einfach abschließen können:
- Übersichtliches Layout mit klarer Struktur
- Produktnamen, Produktbilder und ausgewählte Varianten
- Einzelpreise, Zwischensummen und Gesamtpreis
- Möglichkeit, Mengen direkt im Warenkorb anzupassen
- Einfache Option, einzelne Produkte zu entfernen
- Transparente Ausweisung zusätzlicher Kosten wie Steuern oder Versandgebühren
- Gut sichtbarer Button, der zum Checkout führt
- Leicht erkennbares Warenkorb-Icon mit aktueller Artikelanzahl
- Gut bedienbare Buttons und Formulare auf mobilen Geräten
Arten von E-Commerce-Warenkörben
Es gibt verschiedene Arten von E-Commerce-Software, die sich unter anderem in ihren Warenkorb-Funktionen, Hosting-Modellen und Anpassungsmöglichkeiten unterscheiden. Welche Lösung am besten zu deinem Unternehmen passt, hängt von deinen geschäftlichen Anforderungen und technischen Kenntnissen ab.
SaaS-Warenkörbe (Software-as-a-Service)
SaaS-Warenkörbe sind cloudbasierte Lösungen, die du direkt über das Internet nutzen kannst. Du musst dafür keine Software auf deinem eigenen Server installieren.
In der Regel zahlst du eine monatliche oder jährliche Gebühr für die Nutzung der SaaS-Plattform und ihrer Warenkorb-Funktionen. So kannst du auch als Einsteiger:in schnell mit dem Online-Verkauf beginnen, ohne umfangreiche Kenntnisse mitbringen zu müssen.
Ein großer Vorteil: Die Anbieter:innen übernehmen normalerweise die technische Infrastruktur, Software-Updates und die Sicherheit der Plattform. Das erleichtert die Einrichtung und reduziert den laufenden Wartungsaufwand.
Gehostete Warenkörbe
Bei gehosteten Warenkörben läuft die Onlineshop-Software auf externen Servern von Hosting-Diensten. Dazu gehören auch SaaS-Lösungen, bei denen Hosting und Software als gemeinsamer Service angeboten werden.
Du musst dich dadurch nicht selbst um die Serverinfrastruktur kümmern. Je nach Hosting-Modell übernimmt der Dienst auch Software-Updates, Wartung und technische Fehlerbehebung. Viele gehostete Lösungen bieten außerdem anpassbare Designvorlagen und integrierte Zahlungsabwicklung.
Selbstgehostete Warenkörbe
Selbstgehostete Warenkörbe bieten dir mehr Kontrolle über die technische Infrastruktur, das Design und die Funktionen deines Onlineshops. Du installierst die Software auf einem eigenen oder selbst verwalteten Server.
Dafür bist du in der Regel auch selbst für Updates, Sicherheit, Wartung und die Behebung technischer Probleme verantwortlich. Selbstgehostete Lösungen eignen sich deshalb besonders für Unternehmen mit speziellen technischen Anforderungen und den nötigen Ressourcen für die Verwaltung ihres Shops.
Open-Source-Warenkörbe
Bei Open-Source-Warenkörben ist der Quellcode öffentlich zugänglich und kann im Rahmen der jeweiligen Lizenz angepasst werden. Viele dieser Lösungen kannst du kostenlos herunterladen und nutzen. Häufig werden sie von Entwickler:innen und einer aktiven Community weiterentwickelt.
Onlineshops auf Open-Source-Basis kannst du entweder selbst hosten oder über einen Hosting-Service betreiben. Sie eignen sich besonders für preisbewusste Unternehmen, die bereit sind, Zeit in die Einrichtung und Verwaltung ihres Shops zu investieren. Für umfangreiche Anpassungen benötigst du allerdings möglicherweise Unterstützung von Profis.
Wichtig: Kostenlose Software bedeutet nicht automatisch einen kostenlosen Onlineshop. Für Hosting, Erweiterungen, Themes, Sicherheit, Wartung und Entwicklungsarbeiten können zusätzliche Kosten entstehen.
Lizenzierte Warenkörbe
Lizenzierte Warenkörbe sind proprietäre E-Commerce-Lösungen, für deren Nutzung du eine einmalige oder wiederkehrende Lizenzgebühr zahlst. Je nach Anbieter:in kannst du die Software auf deiner eigenen Infrastruktur oder in einer privaten Cloud betreiben. Welche Anpassungen du vornehmen darfst, regeln die jeweiligen Lizenzbedingungen.
Solche Lösungen können dir mehr Kontrolle über das Hosting und die technische Umgebung bieten als viele SaaS-Plattformen. Allerdings solltest du neben den Lizenzgebühren auch die Kosten für Einrichtung, Wartung und technische Betreuung berücksichtigen.
Headless- und API-first-Warenkörbe
Bei Headless-Warenkörben sind Frontend und Backend voneinander getrennt. Das bedeutet: Die sichtbare Benutzeroberfläche, beispielsweise deine Website, App oder Landingpage, funktioniert unabhängig vom Warenkorb- und Checkout-System im Hintergrund. Beide Bereiche kommunizieren über Schnittstellen (APIs) miteinander.
Dieser Ansatz bietet dir viel Flexibilität bei der Gestaltung deines Einkaufserlebnisses und kann auch die Performance verbessern. Gleichzeitig ist die technische Umsetzung meist aufwendiger, da individuelle Frontend-Integrationen entwickelt und gepflegt werden müssen. Deshalb eignen sich solche Lösungen vor allem für Unternehmen mit erfahrenen Entwickler:innen oder entsprechenden technischen Ressourcen.
Wie wählst du den richtigen Warenkorb für dein E-Commerce-Business aus?
Welcher Warenkorb am besten zu deinem Onlineshop passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei der Auswahl solltest du besonders auf die folgenden zehn Kriterien achten:
- Preisgestaltung
- Integrationen
- Akzeptierte Zahlungsarten
- Anpassung
- Versandoptionen
- User Experience
- Analytik
- Bestandsverwaltung
- Mobile Optimierung
- SEO-Freundlichkeit
1. Preisgestaltung
Dein Budget spielt bei der Auswahl eines Warenkorbs eine wichtige Rolle. Allerdings ist die günstigste Lösung nicht immer die beste Wahl.
Selbstgehostete E-Commerce-Warenkörbe können auf den ersten Blick günstiger sein als umfassende Plattformen. Allerdings musst du hier häufig zusätzliche Kosten für die Einrichtung, technische Betreuung und laufende Wartung einplanen. Entscheidend sind deshalb die Gesamtkosten und nicht nur der monatliche Grundpreis.
Bei deiner Preiskalkulation solltest du folgende Punkte berücksichtigen:
- Monatliche Gebühren
- Gebühren für die Zahlungsabwicklung
- Anforderungen an ein Mindesttransaktionsvolumen
- Auszahlungs- und Überweisungsgebühren
- Stornierungsgebühren oder Kosten bei vorzeitiger Kündigung
- Kosten für Hosting, Apps, Erweiterungen und Themes
- Entwicklungs- und Wartungskosten
2. Integrationen
Achte darauf, dass sich dein Warenkorb problemlos mit deiner bestehenden E-Commerce-Plattform und deinen anderen Geschäftstools verbinden lässt. Gleichzeitig sollte die Lösung genügend Möglichkeiten bieten, um mit deinem Unternehmen zu wachsen.
Besonders wichtig sind Integrationen mit:
- Zahlungsdiensten
- Bestandsverwaltung
- Fulfillment
- CRM
- Marketing-Tools
- Analyseplattformen
Prüfe außerdem, welche Funktionen bereits integriert sind, welche du über Apps ergänzen kannst und wo möglicherweise individuelle API-Anbindungen erforderlich sind.
3. Akzeptierte Zahlungsarten
Wähle einen Warenkorb, der unterschiedliche Zahlungsmethoden unterstützt. Dazu gehören:
- Debit- und Kreditkarten
- Mobile Wallets
- PayPal
- Ratenzahlung
Zusätzliche Zahlungsoptionen können sich positiv auf deine Conversion Rate und den durchschnittlichen Bestellwert (Average Order Value, AOV) auswirken. Mit Buy Now, Pay Later (BNPL) können Kund:innen ihre Einkäufe beispielsweise in mehreren Raten bezahlen. Das kann insbesondere bei größeren Bestellungen die Kaufentscheidung erleichtern.
Für viele Käufer:innen ist die bevorzugte Zahlungsmethode ein entscheidender Faktor. Fehlt sie im Checkout, kann das trotz bestehender Kaufabsicht zum Abbruch führen. Wenn du international verkaufst, solltest du deshalb auch die gängigen Zahlungsmethoden deiner jeweiligen Zielmärkte berücksichtigen.
4. Anpassung
Dein Warenkorb sollte sich an das Design deiner Marke anpassen lassen und deinen Kund:innen ein möglichst einfaches Einkaufserlebnis bieten.
Achte besonders darauf, unnötige Schritte im Checkout zu vermeiden. Lösungen wie der beschleunigte 1-Click-Checkout mit Shop Pay können den Kaufabschluss vereinfachen, indem sie bereits hinterlegte Zahlungs- und Versandinformationen nutzen.
Auch Funktionen zur Wiederherstellung abgebrochener Checkouts sind hilfreich. Damit kannst du Kund:innen erneut ansprechen, die ihren Einkauf nicht abgeschlossen haben, und sie möglicherweise doch noch zum Kauf bewegen.
5. Versandoptionen
Hohe oder unerwartete Versandkosten gehören zu den häufigsten Gründen für Warenkorbabbrüche. Wähle deshalb eine Lösung, mit der du verschiedene Versandoptionen anbieten und an die Bedürfnisse deiner Kund:innen anpassen kannst.
Wichtig ist außerdem, dass Käufer:innen die anfallenden Kosten möglichst früh erkennen können. Wenn sie erst kurz vor dem Kaufabschluss erfahren, wie teuer der Versand ist, steigt das Risiko eines Abbruchs.
Besonders hilfreich sind frühzeitig angezeigte Versandkosten, geschätzte Lieferzeiten und verschiedene Versandoptionen wie kostenloser Versand, Festpreisversand oder Tarife, die vom jeweiligen Versanddienst abhängen.
6. User Experience
Die User Experience (UX) beschreibt, wie einfach und angenehm Kund:innen deinen Onlineshop und seinen Warenkorb bedienen können. Eine gute Nutzererfahrung erleichtert den Kaufabschluss und kann dazu beitragen, dass Käufer:innen später erneut bei dir bestellen.
Achte darauf, dass dein Warenkorb folgende Funktionen bietet:
- Produkte einfach hinzufügen und entfernen
- Gesamtkosten übersichtlich anzeigen
- den Checkout sicher und unkompliziert abschließen
- einfach zwischen Warenkorb und Shop wechseln
- Produktmengen direkt ändern, ohne die Seite neu zu laden
- Rabattcodes unkompliziert einlösen
Diese Funktionen können die Kundenzufriedenheit verbessern und sich positiv auf deine Conversion Rate auswirken.
Besonders praktisch sind ein gut sichtbares Warenkorb-Icon, das die aktuelle Artikelanzahl anzeigt, und ein sogenannter Warenkorb-Drawer. Dieser öffnet sich seitlich auf der aktuellen Seite, sodass Kund:innen ihre Auswahl überprüfen können, ohne den Einkauf zu unterbrechen.
7. Analytik
Mit den Analysefunktionen deiner E-Commerce-Plattform kannst du nachvollziehen, wie sich Kund:innen während des Einkaufs verhalten. Die gesammelten Daten helfen dir dabei, mögliche Schwachstellen zu erkennen und deinen Onlineshop gezielt zu verbessern.
Zeigen deine Auswertungen beispielsweise eine hohe Warenkorbabbruchrate, könnten ein komplizierter Checkout oder unerwartete Versandkosten dahinterstecken. Solche Erkenntnisse liefern dir wichtige Anhaltspunkte für weitere Optimierungen.
Besonders nützlich sind Kennzahlen wie die Add-to-Cart-Rate, die Anzahl begonnener Checkouts, die Conversion Rate, häufige Produktkombinationen und die Anzahl abgebrochener Checkouts.
8. Bestandsverwaltung
Dein Warenkorb sollte wissen, welche Produkte tatsächlich verfügbar sind. Eine gute Bestandsverwaltung verhindert, dass Kund:innen Artikel kaufen, die nicht mehr lieferbar sind. Das ist besonders wichtig, wenn du mehrere Lager, Filialen oder Fulfillment-Partner:innen nutzt.
Achte deshalb auf Funktionen, die Lagerbestände automatisch aktualisieren, verfügbare Mengen nach Standort erfassen und Bestellungen dem passenden Lagerbestand zuordnen können.
9. Mobile Optimierung
Viele Kund:innen kaufen heute über Smartphones ein. Dein Warenkorb muss deshalb auf kleinen Bildschirmen genauso klar und einfach funktionieren wie auf dem Desktop.
Teste vor dem Start, ob Kund:innen Produkte ansehen, Mengen ändern, Rabatte einlösen und ihren Einkauf bequem abschließen können. Achte dabei besonders auf gut erreichbare Buttons, kurze Formulare und möglichst schnelle Ladezeiten.
10. SEO-Freundlichkeit
Der Warenkorb selbst spielt für die Suchmaschinenoptimierung deines Onlineshops zwar eine untergeordnete Rolle. Trotzdem sollte deine E-Commerce-Plattform alle wichtigen technischen SEO-Funktionen unterstützen.
Dazu gehören saubere URLs, Canonical Tags, strukturierte Daten, XML-Sitemaps, Weiterleitungen und individuell bearbeitbare Metadaten.
Das ist besonders wichtig, wenn deine Produkte oder Kategorien unter verschiedenen URLs erreichbar sind oder du deinen Onlineshop später auf eine andere Plattform umziehen möchtest.
Die 5 besten Softwarelösungen für deinen E-Commerce-Warenkorb
Die Wahl der richtigen E-Commerce-Plattform ist gerade für kleine Unternehmen wichtig. Schließlich kostet es Zeit und Arbeit, einen Onlineshop einzurichten. Ein späterer Plattformwechsel kann außerdem aufwendig und teuer werden. Deshalb lohnt es sich, die verschiedenen Lösungen vorab sorgfältig zu vergleichen.
Hier sind fünf E-Commerce-Plattformen mit leistungsfähigen Warenkorb-Funktionen:
1. Shopify
Shopify bietet einen sicheren, PCI-DSS-Level-1-konformen Warenkorb und Checkout, der sich für Einsteiger:innen ebenso eignet wie für etablierte und wachsende E-Commerce-Unternehmen. Die Plattform schützt die Datenübertragung mit SSL/TLS-Verschlüsselung. Mit Shopify Payments kannst du Zahlungen direkt über Shopify abwickeln, ohne ein zusätzliches Konto bei einem externen Zahlungsdienst einrichten zu müssen.
Shopify unterstützt zahlreiche Zahlungsdienste und Zahlungsmethoden. Auch für den internationalen Verkauf bietet die Plattform umfangreiche Funktionen, mit denen du beispielsweise Sprachen, Währungen, Preise und Steuereinstellungen an unterschiedliche Märkte anpassen kannst. Zudem sind die Shop-Themes und der Checkout für mobile Geräte optimiert.
Ein besonderer Vorteil ist der beschleunigte Checkout mit Shop Pay. Kund:innen können ihre Zahlungs- und Versandinformationen speichern und bei späteren Einkäufen schneller bezahlen. Das kann den Kaufabschluss erleichtern und die Conversion Rate verbessern.
Gut zu wissen: Websites, die Shop Pay verwenden, konvertieren bis zu 50 % besser als solche mit regulären Checkouts.
Mit dem Shopify Buy Button kannst du außerdem Produkte und einen Warenkorb in externe Websites, Blogs oder Landingpages einbinden. Deine Kund:innen schließen ihren Einkauf anschließend über den Shopify Checkout ab.
Shopify vereint damit Warenkorb, Checkout, Zahlungsabwicklung, Hosting und Shopverwaltung auf einer Plattform. Das erleichtert dir die Verwaltung deines Onlineshops und bietet gleichzeitig Möglichkeiten, dein Business international auszubauen.
Der Shopify-Warenkorb auf einen Blick:
- Preisgestaltung: Basic: 27 €/Monat; Advanced: 289 €/Monat bei jährlicher Zahlung (weitere Optionen erhältlich).
- Zahlungsarten: Kredit- und Debitkarten, Mobile Wallets und je nach Land weitere Zahlungsmethoden sowie Ratenzahlungsoptionen. Zusätzliche Zahlungsdienste lassen sich integrieren.
- Internationale Zahlungen: Verkauf in verschiedenen Währungen, mehrsprachige Storefronts und anpassbare Steuereinstellungen mit Shopify Markets.
- E-Commerce-Integrationen: Shopify Buy Button zur Einbindung von Produkten und Warenkorb-Funktionen in externe Websites.
- Integration anderer Geschäftstools: Integrierte Shopify-Funktionen für Shopverwaltung, Marketing und Analysen sowie Tausende zusätzliche Apps im Shopify App Store.
- Versandoptionen: Kostenloser Versand, Festpreistarife, gewichts- und bestellwertabhängige Versandkosten sowie berechnete Versandtarife. Echtzeit-Tarife externer Versanddienste sind unter anderem im Advanced-Plan verfügbar.
- Anpassung: Individuelle Gestaltung des Warenkorbs passend zu deinem Branding. Je nach Tarif stehen außerdem unterschiedliche Möglichkeiten zur Anpassung des Checkouts zur Verfügung.
2. ShopWired
Der englischsprachige Anbieter ShopWired kombiniert einen Online-Warenkorb mit einem E-Commerce-Website-Baukasten. Damit kannst du einen Onlineshop erstellen, der zu deinem Branding passt, und deine Produkte über verschiedene Verkaufskanäle anbieten.
Die Plattform unterstützt einen schnellen Checkout und lässt sich mit über 40 Zahlungs-Gateways verbinden. Allerdings bietet ShopWired keine eigene mobile Verwaltungs-App, was die Shopverwaltung unterwegs erschweren kann.
Auch den Checkout kannst du individuell gestalten, beispielsweise durch Anpassungen an Farben, Schriften, Logos und weiteren Designelementen. Für den internationalen Verkauf lassen sich Produkt- und Versandpreise in verschiedenen Währungen anzeigen. Die Zahlung erfolgt allerdings in der Basiswährung deines Shops.
Der ShopWired-Warenkorb auf einen Blick:
- Preisgestaltung: Essentials: ca. 40 € (34,95 £) pro Monat; Advanced: ca. 92 € (79,95 £) pro Monat; Premium: ca. 173 € (149,95 £) pro Monat.
- Zahlungsarten: Kredit- und Debitkarten, Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna und weitere Zahlungsmethoden über mehr als 40 unterstützte Zahlungs-Gateways.
- Internationale Zahlungen: Unterstützung internationaler Zahlungsdienste und Anzeige von Produkt- und Versandpreisen in verschiedenen Währungen. Die Zahlungsabwicklung erfolgt in der Basiswährung des Shops.
- E-Commerce-Integrationen: Facebook, Instagram, Google Shopping, eBay, Etsy, Amazon, AliExpress sowie weitere Verkaufskanäle über entsprechende Integrationen.
- Integration anderer Geschäftstools: Anbindungen an Tools wie Klaviyo, QuickBooks, Xero und weitere Anwendungen.
- Versandoptionen: Individuelle Versandzonen und -tarife, kostenloser Versand sowie Integrationen mit Versandlösungen wie ShipStation für die Erstellung von Versandetiketten.
- Anpassung: Individuelle Gestaltung von Shop und Checkout passend zu deinem Branding, unter anderem durch Farben, Schriften und erweiterte Designanpassungen.
3. OpenCart
OpenCart ist eine Open-Source-E-Commerce-Plattform, die sich besonders für Unternehmen mit technischem Know-how eignet. Du kannst die Software kostenlos herunterladen und deinen Warenkorb sowie den Checkout individuell anpassen. Für die Einrichtung und Verwaltung solltest du allerdings entsprechende technische Kenntnisse oder Unterstützung durch Entwickler:innen mitbringen.
OpenCart unterstützt mehrere Währungen, Sprachen und Onlineshops sowie unterschiedliche Steuerregeln, Gutscheine und Versandmethoden. Im OpenCart Marketplace findest du außerdem zahlreiche Erweiterungen und Themes für Zahlungsabwicklung, Versand, Marketing, Analysen und Shopdesign.
Der OpenCart-Warenkorb auf einen Blick:
- Preisgestaltung: Die Open-Source-Software ist kostenlos. Zusätzliche Kosten können für Hosting, Erweiterungen, Themes, Wartung und individuelle Anpassungen entstehen.
- Zahlungsarten: Kredit- und Debitkarten sowie je nach Integration Mobile Wallets, PayPal, Amazon Pay, Klarna und weitere Zahlungsoptionen. Auch wiederkehrende Zahlungen sind über entsprechende Erweiterungen möglich.
- Internationale Zahlungen: Unterstützung verschiedener Währungen und mehrsprachiger Onlineshops. Welche Währungen du tatsächlich für Zahlungen anbieten kannst, hängt vom jeweiligen Zahlungsdienst ab.
- E-Commerce-Integrationen: Anbindung an Marktplätze wie Amazon sowie weitere Verkaufskanäle über entsprechende Erweiterungen.
- Integration anderer Geschäftstools: Mehr als 13.000 Module und Themes im OpenCart Marketplace, darunter Erweiterungen für Google Shopping, Facebook, PayPal und verschiedene Zahlungs- und Analysedienste.
- Versandoptionen: Unterschiedliche Versandmethoden und Integrationen mit Versanddiensten wie FedEx, UPS und mehr. Zusätzliche Erweiterungen können kostenpflichtig sein.
- Anpassung: Umfangreiche Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung von Warenkorb, Checkout und Shopdesign sowie Funktionen für Rabatte, Gutscheine und Sonderaktionen. Für größere Anpassungen sind entsprechende technische Kenntnisse erforderlich.
4. SumUp
SumUp kombiniert einen kostenlosen Onlineshop mit integrierten Warenkorb- und Checkout-Funktionen. Die Plattform verbindet den Onlineverkauf mit Zahlungsabwicklung, Kassensystemen und Bestandsverwaltung. Damit eignet sich SumUp besonders für kleine Unternehmen und Händler:innen, die ihre Produkte sowohl online als auch im stationären Handel verkaufen möchten.
Der Warenkorb unterstützt gängige Zahlungsmethoden wie Kredit- und Debitkarten, Apple Pay, Google Pay und PayPal. Darüber hinaus bietet SumUp Funktionen wie Rabattcodes, Cross-Selling und eine zentrale Bestellverwaltung. Auch die Verwaltung von Artikeln und Beständen lässt sich über die SumUp-Plattform organisieren.
Mit dem integrierten Website-Baukasten kannst du deinen Onlineshop ohne Programmierkenntnisse erstellen. Dafür stehen dir verschiedene Designvorlagen, Schriftarten und Farbpaletten zur Verfügung. Im Vergleich zu stärker entwicklerorientierten Plattformen sind die individuellen Anpassungsmöglichkeiten allerdings begrenzter.
Der SumUp-Warenkorb auf einen Blick:
- Preisgestaltung: Kostenloser Onlineshop ohne Einrichtungs- oder monatliche Abogebühren. Für Onlinezahlungen fällt eine Transaktionsgebühr von 2,5 % an. Zusätzliche SumUp-Dienste können kostenpflichtig sein.
- Zahlungsarten: Kredit- und Debitkarten, Apple Pay, Google Pay und PayPal.
- Internationale Zahlungen: Akzeptiert verschiedene internationale Zahlungsarten. Die verfügbaren Zahlungsmethoden hängen vom jeweiligen Markt ab.
- E-Commerce-Integrationen: Verbindung zu den Zahlungs-, Kassen- und Bestandsverwaltungsfunktionen von SumUp. Produkte lassen sich außerdem über Links auf Social-Media-Plattformen wie Instagram teilen.
- Integration anderer Geschäftstools: Anbindung an weitere Anwendungen über verfügbare Schnittstellen und Integrationen. Der Funktionsumfang hängt vom jeweiligen Tool ab.
- Versandoptionen: Individuelle Versandregionen und Versandgebühren, lokale Lieferung sowie Abholung an festgelegten Standorten.
- Anpassung: Gestaltung von Layouts, Farben, Schriftarten und weiteren Shop-Elementen ohne Programmierkenntnisse. Zusätzlich stehen Funktionen für Rabattcodes, Produktempfehlungen und grundlegende SEO-Einstellungen zur Verfügung.
5. Ecwid
Ecwid unterscheidet sich von den anderen Plattformen auf dieser Liste. Zwar bietet Ecwid auch einen eigenen Website-Baukasten, die Plattform ist aber vor allem darauf ausgelegt, bestehende Websites um E-Commerce-Funktionen zu erweitern.
Du benötigst keine Programmierkenntnisse, um mit Ecwid online zu verkaufen. Allerdings bietet die Plattform möglicherweise nicht alle erweiterten Funktionen, die größere oder schnell wachsende Unternehmen benötigen.
Du kannst Ecwid als eigenständigen Onlineshop nutzen oder in bestehende Websites einbinden, beispielsweise auf WordPress, Wix oder Squarespace. Außerdem unterstützt die Plattform zahlreiche Zahlungsdienste und Zahlungsmethoden. Welche davon verfügbar sind, hängt von deinem Standort und dem jeweiligen Dienst ab.
Der Ecwid-Warenkorb auf einen Blick:
- Preisgestaltung: Starter, rund 5 €/Monat; Venturel, etwa 35 €/Monat; Business, ca. 65 €/Monat; Unlimited, um die 149 €/Monat bei monatlicher Abrechnung.
- Zahlungsarten: Kredit- und Debitkarten, Apple Pay, Google Pay, PayPal, Kryptowährungen sowie je nach Tarif Geschenkkarten und Rabattcodes. Die verfügbaren Zahlungsmethoden hängen vom jeweiligen Zahlungsdienst und Standort ab.
- Internationale Zahlungen: Unterstützung verschiedener Währungen und internationaler Zahlungsdienste. Die verfügbaren Zahlungswährungen hängen vom angebundenen Zahlungsdienst ab.
- E-Commerce-Integrationen: WordPress, Wix, Squarespace sowie Marktplätze wie Amazon und eBay, abhängig vom gewählten Tarif.
- Integration anderer Geschäftstools: Anbindungen an Mailchimp, Google Ads, Facebook, Instagram, Square, Clover und weitere Anwendungen.
- Versandoptionen: Automatische Berechnung von Versandkosten anhand von Standort, Gewicht und weiteren Bestelldaten sowie Festpreistarife und kostenloser Versand. Die verfügbaren Echtzeit-Tarife hängen vom Versanddienst und Standort ab.
- Anpassung: Individuelle Gestaltung des Onlineshops, Produktempfehlungen, Mindestbestellwerte und Anpassungen an einzelnen Shop-Elementen wie dem Footer.
So fügst du deiner Website einen Warenkorb hinzu
Wenn du bereits einen Shopify-Shop betreibst, ist der Warenkorb in deinem Theme enthalten. Du kannst ihn über den Theme-Editor anpassen:
- Gehe in deinem Shopify-Adminbereich zu Onlineshop > Themes und klicke beim gewünschten Theme auf Theme bearbeiten.
- Öffne die Theme-Einstellungen > Warenkorb, sofern dein Theme diesen Bereich anbietet.
- Entscheide dich für eine der verfügbaren Darstellungsformen, beispielsweise einen ausklappbaren Warenkorb (Cart Drawer), eine eigene Warenkorbseite oder eine Pop-up-Benachrichtigung.
- Bearbeite die Warenkorb-Vorlage und passe die verfügbaren Abschnitte und Blöcke an, etwa Bestellhinweise oder andere Theme-spezifische Elemente.
- Passe das Branding deines Checkouts separat im Checkout- und Konten-Editor an, beispielsweise Logo, Farben und Schriftarten.
- Teste den gesamten Kaufprozess vom Warenkorb bis zum Checkout, bevor du deine Änderungen veröffentlichst.
Shopify Buy Button hinzufügen
Wenn du bereits eine Website außerhalb von Shopify betreibst, kannst du sie um E-Commerce-Funktionen erweitern, ohne sie komplett neu aufbauen zu müssen. Mit dem Shopify Buy Button kannst du Produkte, Kollektionen und einen Warenkorb in bestehende Websites, Blogs oder Landingpages einbetten. Deine Bestellungen verwaltest du weiterhin zentral im Shopify-Adminbereich.
So gehst du vor:
- Buy Button-Vertriebskanal hinzufügen: Falls der Vertriebskanal noch nicht in deinem Shopify-Adminbereich vorhanden ist, kannst du ihn unter Einstellungen > Vertriebskanäle über den Shopify App Store installieren.
- Produkte anlegen und veröffentlichen: Erstelle die Produkte, die du verkaufen möchtest, und mache sie für den Buy Button-Vertriebskanal verfügbar.
- Button erstellen und anpassen: Wähle ein Produkt oder eine Kollektion aus. Anschließend kannst du Layout, Farben, Schriftarten, Button-Text und die angezeigten Produktvarianten anpassen.
- Warenkorb-Verhalten festlegen: Entscheide, ob Kund:innen Produkte zunächst in einen eingebetteten Warenkorb legen, Produktdetails öffnen oder direkt zum Checkout gelangen.
- Einbettungscode einfügen: Kopiere den automatisch generierten Code und füge ihn an der gewünschten Stelle in den HTML-Editor oder einen geeigneten Codeblock deiner Website ein.
- Testbestellung durchführen: Überprüfe die Darstellung auf Desktop- und Mobilgeräten. Teste außerdem, ob Bestände, Versandkosten, Steuern, Benachrichtigungen und die Bestellabwicklung korrekt funktionieren.
Für Kampagnen, bei denen du keinen vollständig eingebetteten Warenkorb benötigst, bieten sich auch Warenkorb-Links an. Damit kannst du beispielsweise bestimmte Produkte und Mengen sowie Rabatte vorauswählen und den vorbereiteten Warenkorb per E-Mail, Social Media, Landingpage oder Direktnachricht teilen.
Tipps zur Optimierung deines Warenkorbs
Auch dein Warenkorb kann dazu beitragen, dass Kund:innen ihren Einkauf abbrechen. Mit den folgenden Tipps kannst du mögliche Hürden reduzieren und deine Conversion Rate verbessern:
- Warenkorbabbrüche analysieren: Untersuche, an welcher Stelle Kund:innen den Kaufprozess abbrechen. Häufige Gründe sind unerwartete Zusatzkosten, ein komplizierter Checkout oder fehlende bevorzugte Zahlungsmethoden.
- Relevante Kennzahlen auswerten: Zu den wichtigsten KPIs gehören die Warenkorbabbruchquote, der durchschnittliche Warenkorbwert und die Checkout-Dauer. Wenn du diese Kennzahlen regelmäßig auswertest, erkennst du Trends und Schwachstellen und kannst den Erfolg deiner Optimierungsmaßnahmen messen.
- Kosten transparent kommunizieren: Zeige Versandkosten, Steuern und zusätzliche Gebühren möglichst früh und verständlich an. Unerwartete Kosten im letzten Checkout-Schritt können zu Kaufabbrüchen führen und das Vertrauen deiner Kund:innen beeinträchtigen.
- Warenkorb für Mobilgeräte optimieren: Da viele Kund:innen über ihr Smartphone oder Tablet einkaufen, sollte dein Warenkorb auch auf kleinen Bildschirmen problemlos funktionieren. Achte dabei auf gut bedienbare Buttons, kurze Ladezeiten und eine übersichtliche Darstellung.
- Vertrauen stärken: Gütesiegel, sichere Zahlungsmethoden, transparente Rückgabebedingungen und gut sichtbare Kontaktmöglichkeiten schaffen Vertrauen und können die Kaufentscheidung erleichtern.
- Personalisierte Empfehlungen und Hinweise nutzen: Passende Produktempfehlungen, Hinweise auf tatsächlich knappe Lagerbestände oder Vorteile wie kostenlosen Versand können Kund:innen bei ihrer Kaufentscheidung unterstützen, ohne aufdringlich zu wirken.
- A/B-Tests durchführen: Teste verschiedene Layouts, Texte oder Button-Positionen, um herauszufinden, welche Varianten am besten funktionieren. So triffst du Entscheidungen auf Grundlage konkreter Daten statt bloßer Annahmen.
- An abgebrochene Warenkörbe erinnern: Mit datenschutzkonformem Tracking kannst du erkennen, wenn Kund:innen ihren Einkauf abbrechen. Sofern die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kannst du sie anschließend per E-Mail an ihren Warenkorb erinnern.
- Lagerbestände aktuell halten: Synchronisiere deine Bestände zuverlässig, damit Kund:innen keine Produkte bestellen können, die du nicht mehr auf Lager hast. Das stärkt das Vertrauen und reduziert Support-Anfragen.
- Warenkorb-Drawer testen: Ein seitlich ausklappbarer Warenkorb ermöglicht es Kund:innen, ihre ausgewählten Artikel zu überprüfen, ohne den Einkauf zu unterbrechen. Teste, ob diese Darstellung für deinen Shop besser funktioniert als eine separate Warenkorbseite.
In diesem Video erfährst du (auf Englisch), wie du deine Conversion Rate optimierst:
Fazit: Der richtige Warenkorb macht den Unterschied im E-Commerce
Der Warenkorb ist eine zentrale Schnittstelle im E-Commerce. Hier entscheidet sich, ob aus dem Interesse deiner Kund:innen tatsächlich ein Kauf wird. Er verbindet die Produktauswahl mit dem Checkout und hat damit einen großen Einfluss auf deine Conversion Rate.
Eine übersichtliche Gestaltung, transparente Informationen und eine zuverlässige technische Umsetzung schaffen Vertrauen und können Warenkorbabbrüche reduzieren. Gleichzeitig liefert dir der Warenkorb wertvolle Einblicke in das Verhalten deiner Kund:innen. Wenn du diese Daten regelmäßig auswertest und deinen Warenkorb gezielt optimierst, kannst du nicht nur deinen Umsatz steigern, sondern langfristig das Einkaufserlebnis in deinem Onlineshop verbessern.
Häufig gestellte Fragen zum Warenkorb
Was ist ein Warenkorb im E-Commerce?
Ein Warenkorb im E-Commerce ist eine Softwarefunktion, mit der Kund:innen Produkte sammeln, Mengen ändern, Preise prüfen und zum Checkout wechseln können. Er zeigt außerdem Zwischensummen, Rabatte, Steuern und Versandkosten, bevor Kund:innen ihren Kauf abschließen.
Wie erstellst du einen Warenkorb für deine E-Commerce-Website?
Wenn du Shopify nutzt, ist der Warenkorb bereits in dein Shop-Theme integriert. Du kannst ihn ganz einfach über den Theme-Editor anpassen. Für externe Websites bietet Shopify den Buy Button. Damit kannst du Produkte und einen Warenkorb in deine bestehende Website einbetten und deine Kund:innen anschließend zum Shopify Checkout weiterleiten.
Wie viel kostet ein Online-Warenkorb?
Die Kosten reichen von kostenloser Open-Source-Software bis hin zu kostenpflichtigen E-Commerce-Plattformen mit monatlichen Abogebühren. Berücksichtige dabei nicht nur den Preis der Software, sondern auch mögliche Ausgaben für Hosting, Apps, Erweiterungen, Zahlungsabwicklung, Wartung und Entwicklung.
Wie lange bleibt ein Warenkorb in Shopify aktiv?
Wie lange ein Warenkorb in Shopify erhalten bleibt, hängt unter anderem von der verwendeten Storefront und der technischen Umsetzung ab. Bei regulären Shopify-Onlineshops können Kund:innen ihren Warenkorb häufig auch nach einem späteren Besuch wieder aufrufen, sofern die entsprechenden Browserdaten erhalten bleiben. Bei Headless-Storefronts mit der Storefront API gelten eigene Regeln für die Gültigkeit von Warenkörben.
Sendet Shopify automatisch E-Mails zu einem abgebrochenen Warenkorb?
Shopify bietet integrierte Automatisierungen, mit denen du Kund:innen per E-Mail an einen abgebrochenen Warenkorb oder Checkout erinnern kannst. Diese kannst du über Shopify Messaging einrichten und anpassen. Der automatische Versand muss entsprechend aktiviert werden. Beachte dabei die geltenden Datenschutz- und E-Mail-Marketing-Vorschriften.
Kannst du das Kundenverhalten in deinem Warenkorb verfolgen?
Ja, mit Analysetools kannst du nachvollziehen, wie Kund:innen deinen Warenkorb nutzen. Viele E-Commerce-Plattformen, darunter Shopify, bieten integrierte Analysefunktionen. Damit kannst du beispielsweise Warenkorbaktionen, den durchschnittlichen Warenkorbwert und den Verlauf des Checkouts auswerten. Welche Daten verfügbar sind, hängt von der Plattform, den eingerichteten Tracking-Funktionen und den geltenden Datenschutzanforderungen ab.
Wer hat den besten Warenkorb?
Den einen besten Warenkorb für alle Händler:innen gibt es nicht. Shopify ist jedoch eine vielseitige Allround-Lösung, wenn du Hosting, Checkout, Zahlungsabwicklung, internationalen Verkauf, Bestandsverwaltung und Shopverwaltung auf einer Plattform bündeln möchtest.




